Zwei liebe Bekannte haben mich dieser Tage um einen Reisesegen gebeten. Wenn man unterwegs ist, weiß man ja nie, was auf einen zukommt. Ich mache mir da immer viel zu viele Gedanken. Was mache ich, wenn das mit der Hotelbuchung nicht geklappt hat oder wenn ich im Ausland krank werde. Aber zuhause zu bleiben ist keine Alternative.
Der Satz von Augustinus nach wie vor: „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“ Man muss die Welt unmittelbar erleben in ihrer Vielfalt, den Morgennebel im Gebirge und den gleichmäßigen Klang der Wellen, die knorrigen Alten auf dem Land und die groovy Jungen in der Weltstadt. Und auch der Seele tut es gut, einmal seine Wohlfühlzone verlassen. Neukölln statt Potsdam; Ludwigshafen statt Heidelberg und sich offen auf den Weg machen.
Ich mache mir Sorgen, was da auf der Reise auf mich zukommt? Da lasse ich mir gerne den irischen Reisesegen sagen und gebe ihn meinen Bekannten weiter:
Möge die Straße dir entgegeneilen
und der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
Gott gehe neben dir und mit dir und
halte dich fest in seiner Hand.