Was ihr tut, tut in Liebe, heißt es in der Kirche am Sonntag.
Alles? Ja, denn wo wir lieben, sind wir echt.
Das Leben ist gut und erfüllt, wenn man liebt – das Leben liebt, sich selbst und die anderen.
Ohne Liebe, erfüllt von Hass, Gewalt und Dummheit, ist das Leben ein Irrtum. Es ist einfach nur grundfalsch geführt.
Ich denke, das lässt sich auch spüren: Wer liebt, lebt richtig. Das bedeutet nicht, dass Liebe leicht ist. Manchmal bleibt sie ohne Antwort oder man wird ausgenutzt.
Wer anderen in Freundlichkeit begegnet – dem Bettler auf der Straße (gleichgültig, ob man ihm etwas gibt oder nicht) ebenso wie der ruppigen Dränglerin im Stadtbus, wer solchen Menschen gegenüber dennoch freundlich bleibt, der wird sich hinterher sicher besser fühlen, als wenn er der Liebe ade gesagt hätte und sein Unverständnis oder seinen Ärger einfach so rausgelassen hätte.
Alle Menschen zu lieben, geht nicht, meinen Sie?
Aber zunächst geht es vielleicht ganz einfach darum, nicht auf Kosten anderer zu leben, anderen gegenüber offen und für sich selbst verantwortlich zu sein und auch mal darauf zu achten, wie es dem anderen geht.
Predigttext am Sonntag, 19. Juli 2026, ist Hebräer 13, 1-3