Wer will, ist dabei – Sonntagsgedanken zum 25. Januar 2026

Ein weißer alter Mann und eine junge schwarze Frau, ein bunter Vogel und ein grauer Kater, eine Arme und ein Reicher, eine aus gutem Hause und einer aus dem Trailer-Park, eine kluge Ärztin und ein naiver Tropf, ein Ami, ein Syrer und ein Deutscher, Kartoffel und Kümmel, jung und alt – es ist egal, wo jemand herkommt. Wichtig ist, wo er hin will: Zur Freiheit, zur Liebe, zum Glück. Und wie er das machen will: In Glaube, Liebe und Hoffnung.

Der christliche Glaube war seit Petrus und Paulus immer davon gekennzeichnet, dass Herkunft und Hautfarbe, sozialer Status und Geschlecht keine Rolle für ihn spielen (dürfen). Menschen dürfen nicht durch ihr Herkommen auf ihr Leben festgelegt werden. Wer leben will, wie Jesus es verheißen hat, ist willkommen und dabei. So steht es für den nächsten Sonntag in der Bibel.

Predigttext am Sonntag, 25. Januar 2026, ist Apostelgeschichte 10, 21-35.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

„Im Schützengraben gibt es keine Atheisten“ – Sonntagsgedanken zum 18. Januar 2026

„There are no atheists in foxholes“ (Im Schützengraben gibt es keine Atheisten.) lautet ein Aphorismus des Feldgeistlichen William T. Cummings aus einem Gottesdienst während des Zweiten Weltkriegs auf den Philippinen. 

Und so wenig sich damit Gott beweisen lässt, so sehr bin ich auch aus eigenen Erfahrung davon überzeugt, dass in den Stunden der Not jeder auf je seine Weise sich an eine höhere Macht wendet oder daran glaubt.

Manchmal allerdings bleibt diese Hinwendung zu Gott auf halbem Wege stecken, in einer Leere, die uns Gott unendlich fern scheinen lässt. 

Diesem „abwesenden“ Gott ist schon Martin Luther begegnet, als seine Tochter starb und er in Verzweiflung stürzte.

„Du musst halt glauben!“ hilft da wenig. Eher schon die Zusage: „Auch wenn du gerade nicht glauben kannst, dass Gott es gut mit dir meint, so ist er in jedem Fall bei Dir. Das lass dir gesagt sein.“

Predigttext am Sonntag, 18. Januar 2026, ist Jeremia 14, 1-9.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Zum Glück glauben – Sonntagsgedanken zum 11. Januar 2026

Was wäre, wenn es den christlichen Glauben nicht mehr gäbe? Wie wäre eine Welt ohne barmherzige Samariter und den Glauben an die Gleichheit aller Menschen vor Gott? Welches Gewissen hätte man, wenn man nur sich selbst gegenüber verantwortlich wäre?

Eine solche Welt käme mir schrecklich vor.

Schrecklich einsam wären wir und nur so viel wert, wie wir leisten können oder andere uns zubilligen.

Dem steht der Glaube gegenüber, dass wir alle Gottes Kinder sind, mit Fehlern und mit Würde, frei und doch mit Bezug zu dem, was jenseits von Raum und Zeit und unserer sichtbaren Welt ist.

Predigttext am Sonntag, 11. Januar 2026, ist Matthäus-Evangelium 3, 13-17.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Gott macht alles neu! – zum Jahreswechsel 2025>2026

„Neue Chance, neues Glück!“ 

Gehen Sie mit dieser Zuversicht ins neue Jahr? 

Glauben Sie, dass 2026 ein gutes Jahr für Sie wird? 

Ich wünsche es Ihnen jedenfalls. 

Glauben heißt übrigens nicht, „denken, dass etwas ist“, sondern glauben heißt vertrauen. 

Deshalb ist Zuversicht nicht naiv, sondern etwas, ohne das wir nicht leben könnten. 

Habe ich die Zuversicht, dass ich gesund bleibe? 

Vertraue ich darauf, dass die Menschen mir auch in diesem Jahr wohlgesonnen sein werden? 

Traue ich mir und Gott zu, dass ich mit den Problemen, die dieses Jahr zweifellos auch bringen wird, so umgehen kann wie mit denen des zurückliegenden Jahres?

Aber das ist nicht so einfach. 

Zu sehr haben uns die Sorgen und Ängste des alten Jahres geprägt.

Das Alte klebt an uns, hält uns fest. 

Was soll sich schon ändern, fragt mancher?

Alles, sagt Gott. 

„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ heißt die biblische Losung für 2026. 

Man könnte auch beten: „Lass mich zuversichtlich in dieses neue Jahr gehen, lieber Gott; schenke mir dieses Vertrauen und sei mit deinem Segen mit mir auf dem Weg.

Gottes Segen für 2026 wünsche ich Ihnen und ebenso Gesundheit und Glück.

Ihr
Matthias Treiber

Die Jahreslosung für das Jahr 2026 stammt aus Offenbarung 21, 5

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Weihnachten 2025

Dass das Leben manchmal im Dunkeln ist, braucht uns keiner zu sagen, 

so wenig wie man es den Hirten sagen musste, die da eines Nachts bei ihren Herden saßen, als sie plötzlich einen Engelsgesang hörten, der die Welt veränderte: 

„Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ 

Gott lässt uns also nicht im Dunkeln sitzen, in Angst und Einsamkeit und mit all unserem Scheitern.

Es ist gut mit dir und deinem Leben, sagen die Engel. 

Es wird gut mit euch und mit eurer Welt. 

Die Erde wird nicht vergehen, solange Gott seine schützende Hand über uns hält. 

Unser Leben ist nicht verloren. 

Es ist zuweilen bedroht und fällt uns zuweilen schwer. 

Aber Gott kommt zu uns, ist mit uns, geht mit uns.

Und dann sagen uns die Engel auch: 

Öffne die Augen! 

Blicke aus deinem Herzen heraus! 

Sieh all das Gute, das dir widerfährt. 

Sieh all das Sinnvolle, das du tun kannst. 

Sieh all die Liebe, die wirklich ist. 

Sieh all die Liebe, die tätig ist. 

Sieh all die Liebe, die möglich ist.

Ich wünsche Ihnen eine fröhliche, selige, Gnaden bringende, und von Liebe erfüllte Weihnachtszeit.

Ihr
Matthias Treiber

Die Weihnachtsgeschichte steht in Lukas 2, 1-20.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Ja-Sager – Sonntagsgedanken zum 21. Dezember 2025

Einfach Ja sagen zu sich und andern:

Ja, ich mag dich. 

Ja, ich verstehe dich. 

Ja, ich vergebe dir.


Oder auch: Ja, das möchte ich. 

Ja, so bin ich. 

Ja, das habe ich gut gemacht.


Ja sagen:

 Zum Leben, zur Liebe und zur Freiheit.

Und zum Glauben.
Denn Gott sagt Ja zu uns. So steht es im zweiten Brief des Paulus an die Korinther.

Predigttext am 4. Advents-Sonntag, 21. Dezember, ist 2.Korinther 1, 18-22.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Schenken als Geschenk – Sonntagsgedanken zum 14. Dezember 2025

Wenn man nur wüsste, was man schenken soll. 

Vielleicht macht man sich zunächst einmal selbst ein Geschenk, indem man anderen etwas schenkt. 

„Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat,“ rät Johannes der Täufer seinen Zuhörern. 

So bereitet man sich richtig auf Weihnachten vor, das Kommen Christi.

Man bereitet sich vor, indem man löslässt und sich auf das Wesentliche konzentriert. 

Aber bitte: Nicht den abgetragenem Plunder von vor zwanzig Jahren spenden, sondern Sachen, die man auch selbst noch anziehen würde. 

Das Second-Hand-Kaufhaus unserer Aufbaugilde nimmt gerne Sachen entgegen, die sich an oder für Bedürftige weiterverkaufen lassen.

Ich finde es sehr schön, dass die Spendenbereitschaft in unserem Land ungebrochen ist. 

Darauf, eine soziale Gesellschaft zu sein, können wir stolz sein. 

Begonnen hat die Nächstenliebe bei uns mit der christlichen Botschaft der Nächstenliebe, die alle Menschen in Blick nimmt, die Hilfe brauchen. 

Advent ist für alle da.

Falls Sie noch Geschenke suchen, sind die Second-Hand-Kaufhäuser unserer diakonischen Einrichtungen übrigens auch eine interessante Adresse. 

Beim Stöbern dort entdeckt man oft Dinge, auf die man nie gekommen wäre.

Predigttext am 3. Advent, 14. Dezember 2025, ist Lukas 3.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Erlösung naht – Sonntagsgedanken zum 7. Dezember 2025

Ich bewundere Menschen, die etwas wagen – für andere, für die Freiheit. 

Passanten, die einen Terroristen überwältigten 

oder die Menschen, die überall auf der Welt um ihre Freiheit kämpfen. 

Ein Zeichen erfüllten Lebens ist es ja, erhobenen Hauptes durchs Leben gehen zu können. 

Was braucht man, um solche Risiken für den Kampf dafür eingehen zu können? 

Mut, 

einen gewissen Leidensdruck 

und die Hoffnung, dass sich die Fesseln lösen.

„Erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!“ heißt die Verheißung des Zweiten Advents.

Gott hat jeden Menschen mit dem Recht auf Leben und Freiheit ausgestattet. 

Bedroht ist das allenthalben. 

Doch die Hoffnung, dass am Ende die Erlösung naht, verleiht einem Flügel wie einem Adler. 

Lassen wir die Menschen, die sich für Leben und Freiheit einsetzen, nicht allein! 

Sie hoffen und handeln auch für uns.

Predigttext am 2.Advents-Sonntag, 7. Dezember, ist Lukas 21, 25-33.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Waffen des Lichts – Sonntagsgedanken zum 1. Advent 2025

Wer liebt, lebt besser! Gelassener, fröhlicher, sicherer und freier. Man kann sich in die Arme anderer auch mal fallen lassen und zusammen über Fehler lachen, kann spüren, dass andere für einen kämpfen, und bleibt nicht im eigenen Denken gefangen.

So soll es sein – auch wenn es noch nicht so weit ist, dass wir uns alle um den Hals fallen. Immerhin versprüht die Adventszeit in all ihrem Lichterglanz schon erst Hoffnung in dieser finsteren Jahreszeit: Liebe ist möglich, und wir können schon jetzt damit anfangen. „So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.“ heißt es im Predigttext für den ersten Advent. Na denn! Zünden wir also ein Lichtlein an!

Predigttext am ersten Advent, 30. November 2025, ist Römerbrief 13, 8-12.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Dazu ist Kirche gut – Sonntagsgedanken zum 23. November 2025

Wozu Kirche und Religion gut sind?  

Vielleicht auch dazu, dass sie sich dem Thema Leid und Tod stellen. 

Niemand redet gerne davon oder denkt gerne daran.

Aber das Finstere im Leben zu ignorieren, ist genauso wenig sinnvoll wie auf Allgemeinplätze zurückzugreifen. 

Immerhin kann man der Religion zugutehalten, dass sie sich seit Tausenden von Jahren dem Thema stellt und es durchdacht hat. 

Und dass Menschen dadurch Trost gefunden haben, der ihnen Leben ermöglichte. 

Darauf kann man auch selbst aufbauen.

Niemand weiß, was nach dem Tod kommt, und niemand kann beweisen, dass das Leben sinnvoll ist. 

Der gläubige Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal hat dazu eine Wette angeboten.

Deren Ergebnis macht deutlich, dass es in jedem Fall sinnvoller ist, zu glauben, als nicht zu glauben. 

Wer glaubt, mag sich täuschen, aber er führt in jedem Fall ein erfülltes Leben. 

Wer nicht glaubt, mag am Ende recht haben, aber ein Leben zu führen, das ich als sinnlos empfinde, möchte ich mir nicht vorstellen müssen.

Das macht Leid nicht leichter und den Tod nicht erträglicher – aber es hält einen fest, wenn alles wankt. 

Es ist gewiss, dass weder Tod noch Leben uns vom Grund unseres Seins trennen können, von Gott.

Predigttext am Ewigkeitssonntag, 23. November 2025, ist Matthäus 25, 1-13.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar