Stürmische Zeiten – Sonntagsgedanken zum 2. Februar 2025

Die Zeiten sind stürmisch geworden. Nasskalter Wind bläst uns durcheinander. 

Der Wirtschaft geht es schlecht, und die Feinde der Freiheit stehen vor der Türe.

Die vernünftige, westliche Politik der Freiheit scheint zu schwächeln.

Auf der anderen Seite erlebe ich Menschen, die immer noch mit Optimismus an Sachen herangehen, Mut haben, etwas neu und anders zu machen, Firmen gründen, Ausbildungen machen. Bei einem Spaziergang durch meine Heimat-Stadt sehe ich, dass Heilbronn aufblüht wie in Jahrzehnten nicht.

Beide Seiten sind Wirklichkeit – die Frage ist, wovon wir unsere Weltsicht bestimmen lassen: Vom Dunkel oder vom Hellen, von der Angst oder von der Hoffnung? Persönlich stellt sich oft die gleiche Frage: Sind meine Ängste so mächtig, dass sie der Hoffnung kaum noch Raum lassen? Mache ich mir andauernd Sorgen, so dass ich das Gute nicht mehr sehe?

Vielleicht muss man hier ansetzen: Das Gute sehen! Im persönlichen vielleicht die Familie und die Freunde, die einem beistehen, und im gesellschaftlichen Bereich sollte man konsequent auf die Kräfte setzen, die der Dummheit von rechts und links widerstehen. 

Mit der christlichen und westlichen Bewusstsein von der Freiheit des Menschen und seiner Verantwortung vor Gott haben wir die besten Karten, den Stürmen zu widerstehen.. 

Das ist der Geist, aus dem Gutes erwächst, der Geist der Glaubens, der Liebe und der Hoffnung.

Der Theologe Paul Tillich hat dies den „Mut zum Sein“ genannt.

Predigttext am Sonntag, 2. Februar 2025, ist Markus 4, 35-41

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About mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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