„Wer gegen den Strom schwimmt, darf nicht damit rechnen, dass dieser die Richtung ändert,“ lautet ein Aphorismus des polnischen Lyrikers Stanislaw Jerzy Lec. Das stimmt. Manchmal muss man Kraft und Mut aufbringen, wenn man zu dem stehen möchte, was man als richtig erkannt hat oder woran man glaubt. Meinungsfreiheit stößt heute oft an Grenzen, denn viele wollen nur noch hören, was sie selber meinen. Andere sind da nur Störenfriede.
Die alttestamentlichen Propheten sind Musterbeispiele dafür. Gehört hat man nicht auf sie, manche ihrer Ansichten wären heute sicher auch fragwürdig. Langfristig waren sie allerdings erfolgreich. Man hört ihre Mahnungen, gerecht zu sein, bis heute, während ihre Widersacher nichts hinterlassen haben.
So ist das vermutlich auch mit den heutigen „Störenfriede“ für die gilt, was Steve Jobs schon im berühmten Apple-Werbespot 1997 über sie gesagt hat: „Man kann sie ablehnen. Aber was man nicht kann, ist sie ignorieren, weil sie Dinge verändern, die die Menschen weiterbringen.“
Predigttext ist Jeremia 20, 7-11a