Wozu Kirche und Religion gut sind?
Vielleicht auch dazu, dass sie sich dem Thema Leid und Tod stellen.
Niemand redet gerne davon oder denkt gerne daran.
Aber das Finstere im Leben zu ignorieren, ist genauso wenig sinnvoll wie auf Allgemeinplätze zurückzugreifen.
Immerhin kann man der Religion zugutehalten, dass sie sich seit Tausenden von Jahren dem Thema stellt und es durchdacht hat.
Und dass Menschen dadurch Trost gefunden haben, der ihnen Leben ermöglichte.
Darauf kann man auch selbst aufbauen.
Niemand weiß, was nach dem Tod kommt, und niemand kann beweisen, dass das Leben sinnvoll ist.
Der gläubige Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal hat dazu eine Wette angeboten.
Deren Ergebnis macht deutlich, dass es in jedem Fall sinnvoller ist, zu glauben, als nicht zu glauben.
Wer glaubt, mag sich täuschen, aber er führt in jedem Fall ein erfülltes Leben.
Wer nicht glaubt, mag am Ende recht haben, aber ein Leben zu führen, das ich als sinnlos empfinde, möchte ich mir nicht vorstellen müssen.
Das macht Leid nicht leichter und den Tod nicht erträglicher – aber es hält einen fest, wenn alles wankt.
Es ist gewiss, dass weder Tod noch Leben uns vom Grund unseres Seins trennen können, von Gott.
Predigttext am Ewigkeitssonntag, 23. November 2025, ist Matthäus 25, 1-13.