Ich denke, als danke ich

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Rene Descartes (Bild: wikipedia/gemeinfrei)

Von dem Philosophen Rene Descartes gibt es einen schönen Gottesbeweis. Der lautet in etwas freier Formulierung: Ich kann alles bezweifeln, was ich sehe, bis auf eines: Dass ich es bin, der zweifelt. Damit ist eines ganze sicher: Ich existiere. („Ich denke, also bin ich.“)

Aber ich bin nicht alleine. Denn eines weiß ich auch unbezweifelbar: Dass ich mich nicht selbst geschaffen habe. Also muss es jemanden oder etwas geben, das mich geschaffen hat, und das ist Gott.

Überzeugt Sie das? Falls nicht, ist doch eines richtig: Wir verdanken unsere Existenz nicht uns selbst. Und daran erinnern wir uns, wenn wir am Sonntag Erntedank feiern.

Eine Konsequenz hat das auch noch: Wer weiß, dass er nicht alles sich selbst verdankt, schon gar nicht die eigene Existenz, wird den Mitmenschen weniger selbstherrlich begegnen: „Tut Gutes und teilt mit anderen!“ heißt das im Predigttext am Sonntag.

Predigttext am Sonntag, 5. Oktober 2014 ist Hebräerbrief 13, Verse 15+16.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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