Fest des Friedens – aber nicht für die Gewalttäter

sheik

(Bildschirmfoto: Treiber)

Dass einer die Gewalttätigen von ihrem hohen Sockel stößt, kündigt Maria im Predigttext des 4.Advents an. Das wünsche ich mir auch: Endlich keine Leute mehr, vor denen man Angst haben (und deshalb jeden Rucksack auf dem Bahnhof misstrauisch beäugen) muss, keine Verbrecher und Idioten mehr, die andere in Straßencafés massakrieren, weil sie „ungläubig“ seien. Dabei glauben doch gerade die Fanatiker an gar nichts. Sie haben kein Vertrauen in das Leben und die Liebe, sondern hegen nur einen Hass gegen alle, die frei sind.

Weihnachten, das Fest des Friedens? In diesem Jahr gibt es genug Gründe, daran fest zu halten. Allerdings: Maria singt nicht davon, dass man sich vor der Gewalt ducken soll, im Gegenteil. Gewalttäter sollen ihre Untaten nicht in Frieden begehen können, sondern die Gewaltigen werden vom Thron gestoßen, heißt es. Weil Erlösung nicht in politischer Macht oder religiösem Wahn liegt, sondern vom Kind in der Krippe ausgeht, von unserer Menschlichkeit.

Predigttext am Vierten Advent, Sonntag, 21. Dezember, ist Lukas 1, 46-55.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 10 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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