Heile, heile Segen?

Advent_wreath_02

(Foto: wikipedia/commons – lizenzfrei)

Den melancholischen Schunkel-Schlager „Heile, heile Segen“ bei „Mainz bleibt Mainz“ zu hören, fand ich zwar schon als Kind unerträglich, zugleich hatte sein Text aber auch etwas sehr beruhigendes: Schmerz vergeht, die Zeit heilt alle Wunden.

Oft genügt es allerdings nicht, einfach nur auf bessere Zeiten zu warten. Manches Elend im Leben wird durch Warten eher schlimmer, eine verkorkste Beziehung wird durch Warten ebenso wenig besser, wie eine Sackgasse, in die man sich manövriert hat, sich einfach auflöst. Wer Mist gebaut hat, sollte möglichst bald versuchen, das wieder in Ordnung zu bringen, und wer von anderen gehänselt wird, sollte sich dagegen wappnen und wo nötig, etwas ändern.

„Ist mit dir Erlösung schon da, oder sollen wir noch warten?“, ließ Johannes der Täufer Jesus fragen. Sie ist schon da, heißt die Antwort. Die Welt wird zwar auch in diesem Jahr am Weihnachtsmorgen keine andere sein, aber sie kann eine bessere sein, wenn wir die Weihnachtsbotschaft nur in unsere Herzen und es damit verändern lassen.

Noch zwei Kerzen am Adventskranz….

Predigttext am 2.Adventssonntag, 14. Dezember 2014, ist Matthäus 11, 2-6

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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