Du musst dein Leben ändern

Rom197 Ostia / Museum - Statue des Perseus

Statue des Perseus im Museum von Ostia (Foto: Treiber)

Der Dichter Rainer Maria Rilke, so wird erzählt, ist einmal verstört von einem Museumsbesuch zurückgekehrt. Eine griechische Steinskulptur hatte ihn beeindruckt, als sei er einem lebendigen Menschen begegnet. Rilke schreibt dazu: „Denn da ist keine Stelle, die dich nicht sieht. Du musst dein Leben ändern.“

Dass Gott „alles sieht“, hat man früher Kindern gesagt, um sie zu gefügigen Untertanen zu machen. Es ist aber aller schwarzen Pädagogik zum Trotz auch eine Erfahrung: Manchmal fühlen wir uns wirklich ertappt, spüren, dass unser Innerstes berührt ist und wir etwas – uns? – ändern müssen. Und wenn unser Innerstes anderen auch verschlossen ist, vor uns selbst, unserem Gewissen, können wir uns nicht verstecken.

Ich denke, es ist gut, wenn man sich selbst nichts vormacht. Auch wenn es manchmal wehtut, bis wir endlich merken: „Du musst dein Leben ändern.“

Predigttext am Sonntag, 31. Januar 2016, ist Hebräerbrief 4, 12+13.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s