Auf Trost zu hoffen, ist nicht kindisch

 

Good_Samaritan_(Watts)

George Frederic Watts: The Good Samaritan (Bild: wikicommons/gemeinfrei)

Kindisch seien wir, hat Sigmund Freud uns Christen vorgeworfen. Anstatt die Probleme des Lebens anzugehen, würden wir uns wie kleine Kinder zur tröstenden Mama flüchten. Glauben war für ihn nur eine religiöse Zwangsneurose.

Wenn er das so gesehen hat, nun gut. Vor hundert Jahren hat man Leute mit religiösem Trost vielleicht wirklich still halten wollen. Heute denke ich allerdings, dass es immer wieder Situationen im Leben gibt, in denen wir mit unserem Latein nicht weiter wissen und mit den Nerven am Ende sind. Und bevor ich dann nur in einen Abgrund schaue, vertraue ich mich lieber im Gebet dem „Gott allen Trostes“ an, von dem am nächsten Sonntag die Rede ist.

Hoffnung auf Trost, wer könnte dagegen ernsthaft etwas haben?

Predigttext am Sonntag, 6. März 2016, ist 2. Korintherbrief 1, 3-7.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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