„Mein Lohn ist, dass ich dienen darf“?

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„Das Leben ist ungerecht, aber vergiss nicht: nicht immer zu deinen Ungunsten.“ heißt ein Zitat, das fälschlicherweise John F. Kennedy zugeschriebene wird. Weiß jemand, von wem es tatsächlich stammt? (Foto: wikicommons)

Haben Sie das Gefühl, dass Sie im Leben das bekommen, was Sie verdienen? Sie bemühen sich, hilfsbereit und freundlich zu sein, Sie tun alles für ihre Familie, sind da für ihre Freunde, leisten im Beruf mehr, als was nötig ist – hätte man da nicht ein glückliches, sorgenfreies Leben verdient, womöglich noch gesund bis ins hohe Alter? Aber das Leben ist nicht gerecht, das braucht uns keiner zu sagen, und manchmal ist es verd..mt ungerecht.

Wäre das ein Grund, nicht gut zu sein, sich nicht anzustrengen, nicht das richtige zu tun? Ich denke nein. Unsere Nächsten zu lieben und unsere Liebsten am allermeisten tun wir nicht, weil wir dafür eine Belohnung erwarten, sondern weil es richtig ist und unserem Wesen entspricht.

In der Kirche hat man das oft unter dem missverständlichen Motto „Mein Lohn ist, dass ich dienen darf!“ zusammengefasst. Aber es geht nicht um Sklavendienste für andere, sondern um die persönliche Erfahrung, dass gutes Tun und gutes Leben (leider) nicht voneinander abhängen.

Die Bibel sagt das klarer: „Wir tun, was wir zu tun schuldig sind!“ – also gut zu anderen und zu uns selbst zu sein, auch wenn das das Leben nicht immer einfacher macht.

Ziemlich heavy, der Predigttext des kommenden Sonntags!

Predigttext am Sonntag, 12. Februar 2017, ist Lukas 17, 7-10.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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