Einander nahe sein

woman in depression

Niemand soll alleine sein müssen. (Foto: iStock)

Wenn man nichts mehr tun kann, kann man immer noch etwas tun. Wer viel mit Menschen zu tun hat, weiß das. Auch wenn man die Probleme anderer nicht lösen kann, wenn keine Ratschläge mehr helfen können und unsere Hilfe am Ausgang nichts mehr ändert, kann man immer noch etwas tun und wenn auch nicht mehr das Ergebnis, so doch die Situation ändern. Wie die Frau, die sich Jesus in seinen letzten Tagen näherte. Sein Tod war beschlossene Sache, nichts blieb mehr zu tun, außer ihm Nähe zu zeigen, dabei zu sein und – in diesem Fall – mit kostbarem Öl zu salben. Niemand soll alleine sein müssen!

Es tut gut, zu wissen, dass jemand nahe ist, dass man nicht alleine ist. Selbst Menschen, die sich nicht helfen lassen können oder wollen, spüren das.

Und es ist gut, anderen nahe zu sein, auch dann, wenn es scheinbar „nichts mehr bringt“. Manchmal müssen wir akzeptieren, dass wir anderen nicht mehr wirklich helfen, sondern ihnen nur nahe sein können.

Vielleicht trauen wir uns das manchmal zu wenig: Einander nahe sein, ohne zu fragen, was das bringt und ob das lohnt.

Predigttext am Palmsonntag, 9. April, ist Markusevangelium 14, 3-9.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 10 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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