
Bild: Public Domain (wikiCommons)
Einmal auf den Turm zu Babel steigen! Der amerikanische Autor Ted Chiang (von dem die Vorlage des aktuell SciFi-Films „Arrival“ stammt) hat dies vor einige Jahren in einer fulminanten Kurzgeschichte beschrieben. Immer hinauf geht es mit Unmengen von Material, bis es sich ab einer gewissen Höhe nicht mehr lohnt, noch hinabzusteigen: Man lebt in dem Turm und steigt und baut immer weiter.
Am Ende – soviel sei verraten – landet man wie bei allen großen Lebenserfahrungen bei sich selbst. Der Turm zu Babel als Möglichkeit, in den Himmel zu kommen, ist eine Illusion. Er besteht nämlich – so verstehe ich das – nur aus all dem, von dem wir denken, dass es Bedeutung hat. Dabei haben doch nur wir selbst und unsere Lieben Bedeutung! Alles andere ist nur Mittel.
Witzig: Der Mythos vom Turmbau zu Babel macht mir im Augenblick klar, dass ich mit diesem Beitrag selbst offenbar in einer Sackgasse stecke, wie die Erbauer des Turms. Es geht zwar immer höher, aber man kommt nicht wirklich in weiter. Und bevor ich jetzt noch weiter schreibe: Kommen Sie doch am Pfingstmontag in die Kirche und hören Sie, was daraus geworden ist. 🙂
Predigttext am Pfingstmontag, 5. Juni 2017, ist 1.Mose 11, 1-9.
Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 10:00 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.