Gedanken zum Totensonntag

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Am 25. November ist Totensonntag (Foto: iStock)

Wozu Kirche und Religion gut sind? Vielleicht auch dazu, dass sie sich dem Thema Leid und Tod stellen. Niemand redet davon gerne oder denkt gerne daran, aber das, was im Leben an Finsternis möglich ist, zu ignorieren, ist genauso wenig sinnvoll, wie auf Allgemeinplätze zurückzugreifen. Immerhin kann man der Religion zugute halten, dass sie sich seit tausenden von Jahren dem Thema stellt und es durchdacht hat. Und dass Menschen dadurch Trost gefunden haben, der ihnen Leben ermöglichte. Darauf kann man auch selbst aufbauen.

Niemand weiß, was nach dem Tod kommt, und niemand kann beweisen, dass das Leben sinnvoll ist. Aber der gläubige Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal hat zu einer Wette eingeladen, deren Ergebnis deutlich macht, dass es in jedem Fall sinnvoller ist, zu glauben, als nicht zu glauben. Wer glaubt mag sich täuschen, aber er führt in jedem Fall ein erfülltes Leben. Wer nicht glaubt, mag am Ende recht haben, aber ein Leben zu führen, das ich als sinnlos empfinde, möchte ich mir nicht vorstellen müssen.

Das macht Leid nicht leichter und den Tod nicht erträglicher – aber es hält einen fest, wenn alles wankt. Es ist gewiss, dass weder Tod noch Leben uns vom Grund unseres Seins, von Gott trennen können.

Predigttext am Ewigkeitssonntag, 25. November 2018, ist Jesaja 65, 17-25 (in Auszügen).

Pfarrer Treiber predigt sonntags um 10 Uhr in der Matthäuskirche Heilbronn-Sontheim.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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