
Foto: Treiber
Eine Sache ist mir aufgefallen, als ich Anfang des Jahres mit einer Krebserkrankung zu kämpfen hatte. Die Frage, die ich mir zuvor klischeehaft vorgestellt hatte: „Warum gerade ich? Und wie kann Gott das zulassen?“ hat sich mit nie gestellt. Krankheit ist nie und nimmer eine Strafe, sondern Teil des Lebens, ein Teil, den wir nicht wollen, und eines Lebens, das wir uns anders und besser vorstellen.
Die mit der Krankheit verbundenen Ängste lassen sich nicht dadurch überwinden, dass man sich als Opfer eines ungerechten Gottes sieht. Meinen Ängsten stand damals eine Hoffnung gegenüber, die mir eine innere Stimme immer ins Gedächtnis rief. Das Bibelwort aus Psalm 119 schwirrte mir, ohne dass ich es überlegt hatte, als Gebet durch den Kopf: „Gott, lass meine Hoffnung nicht zuschanden werden.“
Predigttext am Sonntag, 1. September 2019 ist das Buch Hiob, Kapitel 23.
Pfarrer Treiber predigt sonntags um 10 Uhr in der Matthäuskirche Heilbronn-Sontheim.