08-06-2020 – ex-black

Farbenblindheit kann ziemlich blöde sein, zum Beispiel, wenn man als Pilot ein Flugzeug landen muss. Bei der Landung muss man auf PAPI achten, die Präzisions-Anflugwinkel Befeuerung. Zwei der vier Lichter müssen rot und zwei weiß sein, sonst wird es gefährlich.

In anderen Situationen wünscht man sich Farbenblindheit. Der amerikanische Journalist Thomas Chatterton Williams träumt von einer farbenblinden Gesellschaft, in der die Hautfarbe keine Rolle speilt, so wenig wir die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Ethnie, also einem bestimmten Volk.

„All Lives mater“ – jedes Leben zählt, ist für ihn der Weg, den alltäglichen Rassismus zu überwinden. Den gibt es nicht nur in den USA und gegenüber Afroamerikanern, sondern auch unter uns. Hierzulande vor allem gegenüber Türken und Afrikanern, Arabern, Osteuropäern und Juden. 

Es ist eine Herausforderung, ethnische oder religiöse Unterschiede zu übersehen, das Kopftuch einer jungen Frau zu ignorieren oder die Hautfarbe eines jungen Mannes. Aber darum geht es: Als Gesellschaft und als Einzelner in diesem Sinne farbenblind zu werden, wie Thomas Williams es fordert.

Habe ich Ihnen übrigens gesagt, dass er Sohn einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters ist? Das war auch nicht nötig. Er selbst bezeichnet sich sowieso als „ex-black“.

Gott segne uns alle!

Ihr Pfarrer
Matthias Treiber

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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