Salböl, Bobbycar und Bayern München

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Heuchlerisch: Erst im Stadion jubeln und sich sich dann öffentlich empören. (Foto: Treiber)

Darf man das, luxuriöse Geschenke annehmen von Leuten, die es vielleicht aus fragwürdigen Quellen haben? Dabei geht es nicht um einen Bobbycar für den Sohn des Bundespräsidenten, sondern das klingt fast wie der aktuelle Fall eines Fußball-Managers, den der Verdacht auf Steuerhinterziehung zum Hassobjekt Nummer eins in Deutschland gemacht hat, obgleich man doch zuvor seine guten Taten so gerne angenommen hat.

Was gerecht und ethisch richtig klingt, ist jedenfalls oft nur Heuchelei, gemischt zumeist mit Neid und viel Selbstgerechtigkeit. Jesus durchschaut auf Anhieb, worum es der Kritik geht, die die Sünderin verurteilt, als sie Jesus mit kostbarem Öl salbt.

Eine Skandalgeschichte in vielerlei Hinsicht, die am Sonntag Predigttext ist. Und eine befreiende Geschichte noch dazu: Wir müssen nicht jede heuchlerische Kritik ernst nehmen, sondern ihr besser frontal entgegen treten – und uns dabei von Jesus irritieren lassen, der provokant sagt: Wer viel liebt, dem wird viel vergeben.

Predigttext am Sonntag, 11. August, ist Lukas 7, 36-50.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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