Tanz ums Goldene Kalb

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Gibt’s auch als He-Man: Moses mit den Zehn Geboten (Foto: Treiber)

Der Tanz um das Goldene Kalb klingt wie eine Geschichte aus fernen Tagen. Noch vor Jahren haben wir im Konfirmandenunterricht Bilder gemalt, auf denen Gegenstände zu sehen waren, die heutzutage angeblich angebetet werden: Geld, Auto und was unser kleines, linkes Spießerherz anderen immer so gern unterstellt hat. Inzwischen hat sich das glücklicherweise geändert, die heutige Welt ist zu vielseitig und zu persönlich gestaltet, als dass sich Objekte finden ließen, die alle verbinden.

Das schafft die Möglichkeit, wieder zum Kern dieser alten Geschichte um Moses am Berg Sinai zurückzugehen. Das Goldene Kalb, das sich das Gottesvolk selbst gegossen hatte, war Ausdruck der Sehnsucht nach einem sichtbaren Gott, nach einer einfachen Welt und nach plakativen Wahrheiten. Der Glaube aber erfordert eigenes Denken, eigenes Bekennen und vor allem eigenverantwortliches Handeln. Die Freiheit, die Gott geschenkt hat, macht das Leben nicht leicht, sondern anstrengend, weil wir selbst verantwortlich sind für unser Tun. Aber letztlich ist es doch genau das, was das Leben wertvoll macht: Dass wir es selbst leben können, und nicht das Leben anderer leben müssen, dass wir nicht Menschen und Ideologien anbeten, sondern unser Leben leben, das Gott uns gegeben hat.

Predigttext am Sonntag, 25. Mai 2014 ist 2.Mose 32, 7-14.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 10:00 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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