Flucht in die Freiheit

Frankreichs Geschenk an die USA: Die Freiheitsstatue (Foto: privat)

Freiheit bekommt man nicht geschenkt, sondern Freiheit muss man sich nehmen. Deswegen haben sich hunderttausende von Flüchtlingen auf den Weg nach Europa gemacht: Um sich die Freiheit zu nehmen, das eigene Glück zu suchen. Und offenbar vermuten Sie es im Westen, der oft als neoliberal-kapitalistisch verleumdet wird, aber offenbar nicht eiskalt, sondern herzenswarm ist.

Mit der Ankunft ist die Freiheit aber noch nicht gewonnen, sondern muss oft mühsam gegen die Herkunft und Tradition und das eigene Denken und Glauben verteidigt werden. Der größte Feind unserer Freiheit sind wir oft selbst. Weil wir Angst vor ihr haben und uns verstecken hinter angeblich göttlichen Regeln und Vorschriften.

Aber Gott will unsere Freiheit. Das jedenfalls war die Grunderfahrung des Volkes Israel beim Auszug aus Ägypten, und es ist eine Erfahrung, die sogar Jesus mühsam machen musste, wie die Predigt am kommenden Sonntag zeigt. Mit einer ausländischen Frau wollte er nichts zu tun haben, dazu war er zu sehr in seiner Tradition gefangen. Doch sie bringt ihm bei, dass Gott Grenzen und Gesetze überwindet. Alle Menschen sollen von dem Gott hören, der frei macht. „Zur Freiheit hat uns Christus befreit“, heißt die biblische Botschaft, für die wir vor der Welt einzustehen haben.

Predigttext am Sonntag, 27. September 2015, ist Matthäus-Evangelium 15, 21-28.

Pfarrer Treiber predigt sonntags um 10:00 Uhr in der Matthäuskirche Heilbronn-Sontheim.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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