Vertrauen hätt ich schon wollen

 

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Vertrauen, dass das Wasser trägt (Foto: iStock)

Null Problemo! Auf mich kannst du dich verlassen! Das schreckt mich nicht! Ich bleibe unter allen Umständen dabei. – Wer gefragt wird, ob er zu einem anderen steht, ob seine Zusage auch gilt, wenn es ernst wird, dem kommen solche Worte vielleicht leicht von den Lippen, doch „mögen hätt ich schon wollen, aber tun hab ich mich nicht getraut“ könnte man in Abwandlung eines Wortes von Karl Valentin sagen.

Vertrauen zu haben, fällt uns Menschen eigentlich leicht. Und das ist gut so, denn wir brauchen Vertrauen – im Straßenverkehr, im Handel und bei jedem Miteinander. Vertrauen in Gott zu haben, Vertrauen, dass wir immer gehalten sind, dass wir nie tiefer fallen können als in Gottes Hand, fällt dagegen schwer. Als Petrus auf dem See Genezareth gehen sollte, verließ ihn das Vertrauen sofort und er ging unter. Eine wundersame Legende nur, gewiss, aber eine richtige Beobachtung: Wem der Boden unter den Füßen wegbricht, dem vergehen die großspurigen Ansagen.

Es ist offenbar ein Geschenk, auch unter widrigen Umständen glauben zu können. Vertrauen ist nicht nur gut, Vertrauen ist besser – das Beste, was uns passieren kann.

Predigttext am Sonntag, 29. Januar 2017, ist Matthäus 14, 22-33.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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