Alles auf eine Karte

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Gebaut für eine Fahrt ohne Wiederkehr – die Mayflower (Hier ein Nachbau in Plymouth, MA – Foto: Treiber)

Alles auf eine Karte setzen? Wer tut das schon? Ich jedenfalls sichere mich gerne ab, und als guter Rat gilt, sich immer mehrere Möglichkeiten offen zu halten. Wirklich ein guter Rat?

In der Pokerrunde am Anfang des Films „Titanic“ setzt Jack Dawson auf Sieg und gewinnt die Überfahrt nach Amerika, die auch im besten Fall eine Fahrt ohne Wiederkehr gewesen wäre wie für die frommen Pilgerväter, die 1620 mit ihrer „Mayflower“ in See stachen. Auch sie hatten alles auf eine Karte gesetzt, den letzten Groschen zusammengeklaubt und alle Hoffnung auf die Neue Welt gerichtet.

Die wichtigsten Momente des Lebens sind wohl die, wo genau das gefordert ist: Sich voll und ganz dem einen, wichtigen hingeben: Den Lebenstraum wahr werden lassen; sich um die neue Stelle bewerben; der Frau, die man liebt, einen Antrag machen; für seine Kinder bedingungslos da zu sein.

Die Fülle des Lebens erfahren wir nur, wenn wir bereit sind, uns ganz dem Leben, wie wir es für richtig halten, hinzugeben.

Predigttext am Sonntag, 19. März 2017, ist Markus 12, 41-44 „Das Scherflein der Witwe“

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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