Revolution und Reich Gottes

CominternIV

(Abb.: wikicommons/gemeinfrei)

Einfach mal kurz die Welt retten? Ob das so einfach geht? Zack, bumm und alles wird gut? Vor 100 Jahren begann in Russland mit der Oktober-Revolution der Versuch, mit äußerster Brutalität das Paradies auf Erden zu schaffen. Ein Reich des Friedens und des Wohlstands für alle sollte am Ende stehen. Nachdem dafür – man wagt es vor Erschrecken kaum auszusprechen – mehr als 100 Millionen Menschen getötet worden waren und noch viel mehr im Elend hausten, ist dieser Versuch, eine bessere Welt zu erschaffen, zum Glück zusammengebrochen.

Auch in der christlichen Geschichte gab es immer wieder ähnliche Versuche, von der barbarischen Kolonialisierung Amerikas durch die Spanier und Portugiesen bis hin zu heutigen Sekten, die behaupten, wie Urchristen zu leben, aber durch Missbrauchsskandale von sich reden machen. Gibt es also keine Hoffnung auf eine bessere Welt mehr?

Seien wir demütig! Wir werden die Welt nicht retten. Das ist nicht unsere Aufgabe. Die Welt können wir Gott überlassen. Selbst Jesus hat in seinem Wirken nur den Beginn des Reiches Gottes gesehen, erste Schritte.

„Nur“? – Nein!, denn so beginnt das Bessere auf Erden: Indem wir einzelne Menschen vor Augen haben und ihnen zu einem besseren Leben verhelfen: „Wer eine einzige Seele rettet, rettet die ganze Welt.“ heißt es im Talmud (Sanhedrin 23b). Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, nicht die Idee!

Predigttext am Sonntag, 12. November 2017, ist Lukas-Evangelium 11, 14-23.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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