Was einen krank macht

G012 Khirbet es-Syagha - Stab des Mose

Eherne Schlange mit Blick nach Israel. (Foto: Treiber)

Soll man das, was einen krank macht, anschauen, oder sich abwenden? In allem, was uns persönlich belastet, kann es jedenfalls so sein, dass Verdrängen so wenig hilft wie schonungsloses Aufdecken. Alte Geschichten, manche Verletzungen aus der Jugendzeit zum Beispiel, hat man vielleicht aus gutem Grunde verdrängt, oder was soll es bringen, damit zu hadern, dass man damals in der 9. Klasse nicht sonderlich geachtet war? Andererseits sollte man frühere Jugendzeiten auch nicht glorifizieren. Die Zeit zwischen 12 und 22 ist vermutlich die härteste im Leben.

Doch wenn einen die Vergangenheit wirklich und zu recht krank macht? Dann kann man heute und sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, keine Frage.

Diese Möglichkeit hatten die alten Israeliten nicht, als sie vor lauter Angst vor Schlangen in der Wildnis schier vergingen. Bildhaft ist hier von Ängsten erzählt, die nicht vergehen. In dieser Situation errichtet Mose eine Schlange aus Metall, die lehren soll, Ängste auszuhalten.

So einfach ist es vermutlich nicht, aber ein wichtiger Hinweis: Man muss lernen, den Ängsten in die Augen sehen zu können, sonst drohen sie, zu bleiben.

Predigttext am Sonntag, 18. März 2018, ist 4.Mose 21, 4-9.

Pfarrer Treiber predigt sonntags um 10 Uhr in der Matthäuskirche Heilbronn-Sontheim.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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