Sich in Frage stellen lassen

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Wer glaubt, er habe alleine recht, liegt falsch. (Foto: creativecommons / blmurch /  https://www.flickr.com/photos/blmurch/6860033613/)

Heutzutage sind sich manche schnell einig: „Das sind doch Idioten!“ Die anderen natürlich, die Politiker, die Funktionäre, die Gutmenschen oder die Populisten und all die anderen üblichen Bösewichte, auf die sich die Medien – in unserem Auftrag als Zuschauer – gerne stürzen. Feindbilder tun immer gut.

…und richten immensen Schaden an. Zum einen, weil wir es uns damit zu einfach machen. Wenn wir andere einfach als Quelle des Übels sehen, werden wir unsere Probleme wohl nie in Griff bekommen. Und zumindest kann man ja mal verstehen wollen, warum andere anders denken und handeln, als wir es für richtig halten – und wo vielleicht wir Fehler machen. Die Wurzel vieler Konflikte jedenfalls wird im Predigttext nächsten Sonntag klar benannt: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, betrügen wir uns selbst!“

Deswegen finde ich in den Medien eigentlich die Beiträge am interessantesten, die meine eigene Meinung nicht bestätigen. Das heißt ja nicht, dass ich ihnen zustimme. Aber man sollte seine eigene Überzeugung  immer mal wieder in Frage stellen lassen – oder jedenfalls die Folgerungen, die man daraus zieht.

Predigttext am Sonntag, 17. Juni 2018, ist 1.Johannesbrief 1,5 bis 2,6

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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