Geld und Glück

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(Foto: Treiber)

Ein bekannter deutscher Tennisspieler hat angeblich mal gesagt: „Es stimmt nicht, dass Geld nicht glücklich macht. Wenn die Leute wüssten, wie viel Glück man sich mit Geld kaufen kann, würde es einen Aufstand geben.“ Ob er recht hat? Mit Geld kann man sich tatsächlich das Leben angenehmer gestalten, kann besser für seine Gesundheit vorsorgen und sich manche Bequemlichkeit leisten.

Seltsam nur, dass ab einem gewissen guten Grundeinkommen das empfundene Glück mit mehr Geld nicht mehr wächst. Vielleicht, weil Wohlstand – egal auf welchem Niveau – mit der Zeit als normal empfunden wird; vielleicht, weil man als Reicher denkt: „Ich müsste doch glücklicher sein.“ Vielleicht auch ganz einfach deshalb, weil man sich die wesentliche Dinge im Leben eben nicht kaufen kann: Liebe, Sinn und Erfüllung. Das gibt uns Menschen, so heißt es in der Bibel, Gott kostenlos.

Dennoch ist es gut, wenn immer mehr Menschen an immer mehr Wohlstand der Menschheit teilhaben können. Denn mit mehr Geld kann man sich ein Glücksgefühl besorgen, dass immer gut tut: Das Gefühl, ärmeren mit dem, wovon man viel hat, zu helfen.

Predigttext am Sonntag, 30. Juni 2019 ist Jesaja 55, 1-5.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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