Noch 28 Tage bis Ostern – Gedanken in Zeiten der Corona-Krise

Kirche innen

Die Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim. (Foto: Treiber)

Zum ersten Mal können in unserer Kirche keine Gottesdienste stattfinden, weil die äußeren Umstände es nicht zulassen. Selbst 1944/45 fand in der Sontheimer Matthäuskirche jeden Sonntag Gottesdienst und sogar Kindergottesdienst statt, zur Not um 6 Uhr morgens. Und mir selbst waren die Gottesdienste im vergangenen Jahr eine große Hilfe, als ich schwer krank war. Das geht nun nicht, und es wäre verantwortungslos, gegenwärtig die direkten sozialen Kontakte nicht auf das absolut unvermeidbare Maß zu reduzieren.

Deshalb möchte ich in dieser „Zeit ohne Gottesdienste“ Gedanken für zuhause anbieten, die mir helfen und mich stärken. Eine davon habe ich aus einem Zeitungsartikel, den ich letztes Jahr im Krankenhaus aufbewahrt hatte.

Es war aus einem Interview mit einem Amerikaner, der vor zwei Jahren nach Deutschland gezogen ist. Auf die Frage, was ihn in Deutschland wirklich überrascht habe, sagte er: Eine Sache, die ihn wirklich erstaune, sei die Zurückhaltung der Deutschen, über Religion zu sprechen. Über den Glauben als Hilfe zu reden – er nennt als Beispiel seine eigene überwundene Krebserkrankung – sollte auch Teil des öffentlichen Diskurses sein. „Es stärkt eine Gesellschaft.“

So gilt es, dass wir als Christen auch über den Glauben als Hilfe reden.
* Über den Glauben, aus dem die Nächstenliebe kommt.
* Über den Glauben, der Leid und Sterben und Tod nicht verdrängt, sondern anzunehmen versucht.
* Über den Glauben, der Kraft und Liebe und Besonnenheit gibt.

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Das möchte ich in diesen Tagen bekennen und verkündigen. Morgen, hier an dieser Stelle, beginne ich damit.

Bleiben Sie gesund – dank Gottes Segen und der nötigen Vorsorge.

Ihr
Matthias Treiber

 

 

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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