Sonntagsgedanken 23-08-2020 – Überheblichkeit

Das Richtige tun, wer will das nicht? Keine Tiere töten, Fahrrad fahren und Bücher lesen – das ist nicht schlecht, aber problematisch wird alles Gute, wenn damit angegeben wird. Wenn man sich anderen überlegen fühlt. Jeder soll das Richtige tun, aber keiner soll deswegen überheblich werden. Der edle Spender aus der Bibel, der Gott dafür dankt, dass er so gut ist, weiß das nicht, sieht gar nicht ein, dass Überheblichkeit falsch ist.

Das kommt mir sehr bekannt vor. In fast jeder Diskussion begegnen einem heute Leute, die sich moralisch überlegen fühlen. Weil sie das Richtige essen, das Richtige einkaufen und das Richtige denken. Und sich damit vom Pöbel unterscheiden, von den Sündern. Aber gerade diese Überheblichkeit ist die größte Sünde. Denn sie trennt uns Menschen und sorgt für Unfrieden. 

Deshalb liebt Gott den, der Falsches getan hat und das weiß und einsieht. Der sich heutzutage völlig bewusst ist, dass nicht alles, was er tut, richtig ist. „Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden. Und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ heißt es da in der Bibel. Man könnte auch sagen: Hochmut kommt vor dem Fall.

Predigttext am Sonntag, 23. August 2020, ist Lukas 18,9-14.
Pfarrer Treiber predigt sonntags um 10 Uhr in den Matthäuskirche Heilbronn-Sontheim.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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