Alltagsglaube #4 – Dark Side of the Moon

The „Dark Side of the Moon“ – das Album von Pink Floyd liegt für das Musikmagazin Rolling Stone zwar nur auf Platz 43, aber für mich ist es deutlich weiter vorne in der Rangliste der wichtigsten Alben aller Zeiten – mit dem Titel, der eine ebenso einfache wie menschliche Botschaft aufnimmt: Jeder Mensch hat wie der Mond eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt.

Das klingt zunächst misstrauisch und menschenfeindlich, ist aber damals wie heute mitfühlend gemeint. Die Musiker damals trauerten um einen ehemaligen Band-Kollegen und prangerten Geld, Macht und Krieg als verantwortlich für das Dunkle in der Welt an.

Mich weist die Botschaft heute eher wieder gezielt auf den Menschen, macht mich gelassen und verständnisvoll: Jeder hat eine dunkle Seite. Die muss man nicht ans Licht zerren; die muss man nicht gut finden, aber sie ist es, die uns und andere menschlich macht, weil wir eben fehlbare und unvollkommene Menschen sind. 

Wie der Mond haben wir eine dunkle Seite. Das macht manch Unverständliches an uns vielleicht erklärbar. Glücklicherweise aber gibt es auch die andere Seite, die hell beschienene, die uns im besten Licht erscheinen lässt. „Wir sind allzumal Sünder“ heißt das in der Bibel. Und zugleich geliebte Kinder Gottes. Beides gehört zusammen – gestehen wir das uns und anderen zu!

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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