Alltagsglaube #24 – Bringt mir die Müden!

Sie kommen auf Booten über das Meer, tausende von Menschen, am Ende gar Millionen. Voller Hoffnung, endlich frei zu sein und ein neues Leben beginnen zu können; Chancen zu erhalten, um nach dem eigenen Glück zu streben; mittellos die meisten.

Kurz bevor sie an Land gehen, sehen Sie die Symbolfigur des neuen Landes und erahnen die Widmung, die sie darstellt: 

„Gebt mir eure Müden, eure Armen, Eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren, den elenden Unrat eurer gedrängten Küsten; schickt sie mir, die Heimatlosen, vom Sturme Getriebenen.“ 

Eine Einladung an die Flüchtlinge aller Welt, zu kommen und das Land mit aufzubauen.

Diese Widmung, das können Sie sich denken, steht nicht an der europäischen Außengrenze nach Afrika, sondern auf der anderen Seite des Atlantiks, an der Freiheitsstatue.

Sie begrüßte auch Millionen von Deutschen, die dem hiesigen Elend entflohen.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden noch einmal eine Million Deutsche von den Vereinigten Staaten aufgenommen. 

Heute kommen Menschen aus Afrika nach Europa. Tausende müde und arme Flüchtlinge, die Hilfe und Chancen bei uns suchen. 

So wie die rund 200.000 Deutschen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jährlich in die USA einwanderten – und froh waren, dass sie dort eine Chance bekamen.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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