Alltagsglaube #25 – Taylor Swift

Taylor Swift – Für mich ist sie die Künstlerin der Corona-Pandemie. Zwei Alben hat sie in dieser Zeit produziert – eines besser wie das andere.

Berührt hat mich vor allem ihr Lied Epiphany. Taylor Swift beginnt mit Erfahrungen ihrer Großvaters im Krieg und springt in der zweiten Strophe wie selbstverständlich zu einer Frau, die an Covid-19 stirbt.

Um Atem ringen beide – die Soldaten im Horror der Schlacht und die Frau beim Sterben. Und wir anderen, so heißt es in dem Lied, erleben dies entsetzt mit und können nicht darüber reden.

Und dann die Epiphanie, die Offenbarung, die Vision, endlich daheim zu sein aus dem Krieg, aus dem Krankenhaus – zusammen mit den Menschen die man liebt.

Mich hat der Song vor allem deshalb so berührt, weil er in all seiner ruhigen Schönheit Leiden und Tod ernst nimmt.

Viele drängen in diesen Tagen immer mehr auf Lockerungen, wie man sagt. Rechnen einem vor, dass es doch gar nicht mehr so viele Tote sind. Ignorieren das, was gerade in den Krankenhäusern los ist.

Und dann höre ich Taylor Swift wie sie singt: 

Mit dir falle ich, sterbe ich.
aber du träumst von einer Offenbarung
Nur ein kleiner Augenblick der Erlösung
Um das zu verstehen, was du gesehen hast.

Ich wünsche mir, dass uns Gott segnet, der sich als Liebe offenbart hat.

Über mtreiber

Matthias Treiber ist Pfarrer und Journalist. Matthias Treiber is a minister in the Lutheran Church of Wuerttemberg and journalist.
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