Sonntagsgedanken 26-02-2023 – Gerechte und Ungerechte

(Sorry für die Fehler im angezeigten Text 😇)

In meiner Jugend kam im Schwarzweißfernsehen eine Krimiserie, deren Vorspann mich sehr beeindruckt hat. Da sah man nächtliche Bilder aus New York und eine sonore Männerstimme sprach darüber. „Die Großstadt von heute – Wohnort für Gerechte und Ungerechte, für Hoffende und Verzweifelnde“. oder so ähnlich.

Mich hat das damals sehr beeindruckt, diese Weltsicht. Unsere Stadt, unsere Welt ist tatsächlich so, unser Leben sogar. Es gibt viele verschiedene Menschen mit verschiedenen Schicksalen, es gibt gute und böse Menschen, erfolgreiche und gescheiterte – und wir alle müssen zusammenleben.

Warum es der einen gut geht und dem anderen schlecht? Bei manchen sagt man, sie seine selbst schuld. Aber so einfach ist es nicht. Es gibt hemmungslose Egoisten, die reich und schön sind und alt werden. Und es gibt herzensgute Menschen die von einer Krankheit dahingerafft werden. So wie Hiob, von dem im Predigttext diese Woche die Rede ist.

Obgleich: Wer könnte schon sich selbst zu den „Guten“ rechnen? Gerade in der Großstadt von heute kann man doch so viele verschiedene Menschen und ihre Schicksale erleben, dass man beim Urteil über andere zurückhaltender wird.

Jesus hat keinen Menschen aufgegeben. Der hatte immer die Hoffnung, dass in jedem etwas Gutes steckt. Dass jeder sich ändern kann. Dass am Ende eines Lebens nicht die große Abrechnung erfolgt, sondern einer gnädiger Gott einem die Ewigkeit eröffnet. Und alles Unrecht heilt.

Predigttext am Sonntag, 26. Februar 2023, ist Hiob 2, 1-13.

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Sonntagsgedanken 19-02-2023 – Wozu nicht mehr zu sagen ist: Liebe

Predigttext am Sonntag, 19. Februar 2023, ist 1.Korinther 13

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Sonntagsgedanken 12-02-2023 – Erstens kommt es anders…

„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“ hat – vermutlich – Wilhelm Busch einmal festgestellt und diese Erfahrung ist keinem fremd. Das Leben lässt sich letztlich nicht planen. Was wir unbedingt wollten, kriegen wir nicht; was wir niemals wollten, wird zum Glücksfall und manchmal stehen wir vor schier unerträglichen Herausforderungen. Das geht jedem und jeder so. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.

Stehen hinter den Unwägbarkeiten des Lebens nur blinde Zufälle? Das würde vieles schwerer und alles sinnlos machen. Da ist mir der Gedanke schon lieber, dass hinter allem Gott steht, auch wenn seine „Gedanken“ nicht unsere Gedanken sind, wie es im Predigttext für nächsten Sonntag heißt.

Predigttext am Sonntag, 12. februar 2023, ist Jesaja 55, 6-12a.

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Sonntagsgedanken 05-02-2023 – Die falschen Leute

Urteile über andere sind schnell gesprochen: der denkt nur an sich, und dem kann man nicht über den Weg trauen, der ist selber schuld, und der ist unerträglich. …. Sie kennen das! 

Natürlich wissen wir, dass wir mit solchen Urteilen über andere vorsichtig sein sollen, aber manchmal haben wir ja recht: Der andere ist einfach unmöglich und manches Verhalten inakzeptabel. 

Jesus zeigt solchen Leuten gegenüber ein interessantes Verhalten: Er beschönigt nichts. Er erklärt nichts, sondern er sagt: Stimmt! Und gerade deshalb kümmere ich mich um diese Leute, sagt Jesus.

Und will uns damit Vorbild sein.

Predigttext am Sonntag, 5. Februar 2023, ist Matthäus 9, 9-13

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Sonntagsgedanken 29-01-2023 – Verklärte Erinnerung

In der Erinnerung verklärt sich manches, sagt man. Das Mädchen damals vor 40 Jahren auf der Fete im Partykeller – so verguckt hatte ich mich in sie, dass ich mich kaum noch erinnere, wie sie wirklich ausgesehen hat. In meinen Augen jedenfalls muss sie wunderschön gewesen sein. Da ich kein Foto von ihr habe und nicht mal mehr ihren Namen weiß, ließe sich, selbst wenn man wollte, die Vorstellung an der Wirklichkeit nicht überprüfen. Haben solche Erinnerungen also noch etwas mit der Wirklichkeit zu tun? Fürs Kino würde man die Partyszene jedenfalls mit einem starken Weichzeichner im Gegenlicht aufnehmen und kräftig aufhellen, bis man kaum noch etwas klar sieht.

Bei Spielfilmen über Jesus hat man das getan: Auf dem Berge steht Christus in hellem Licht und davor knien geblendet und verschattet Petrus, Jakobus und Johannes. Das zeigt: Die göttliche Sphäre können selbst die Muster-Jünger nicht betreten, denn überirdisch ist das Ganze, nicht von dieser Welt.

Dann und wann aber berührt uns etwas aus der himmlische Sphäre, spüren wir etwas jenseits der Klarheit unseres Blicks und der Berechnung unseres Verstandes: Wenn bei aller Unsicherheit auf dem Krankenhausflur uns eine innere Stimme versichert: Hab keine Angst! Wenn in allen Sorgen um unsere Kinder, Vertrauen sich einstellt: Lass sie machen, sie werden ihren Weg finden! Und eben auch, wenn einem unsicheren jungen Mann wie uns damals auf der Party ein Mädchen zulächelt und er plötzlich weiß, dass er jemand ist, interessant und liebenswert. 

Predigttext am Sonntag, 29. Januar 2023 ist Matthäus 17, 1-9.

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Sonntagsgedanken 22-01-2023 – Dafür brauche ich mich nicht zu schämen

Nur gut die Hälfte aller Deutschen – die Umfrageergebnisse schwanken –  glaubt in irgend einer Weise an Gott. Und der Rest? Lässt er „Gott einen guten Mann sein“, wie man so sagt? Das wäre in meinen Augen fatal. Ohne Glaube, darauf hat der Philosoph Max Horkheimer 1970 in einem SPIEGEL-Interview verwiesen, fehlt die „Hoffnung, dass es bei diesem Unrecht, durch das die Welt gekennzeichnet ist, nicht bleibe, dass das Unrecht nicht das letzte Wort sein möge.“

Und all der Ärger, die Ängste und die Sorgen sollen auch nicht unser Leben bestimmen, möchte ich ergänzen. Glaube ist Hoffnung und zeigt sich in der Liebe. Dieser Glaube, dieses „Ergriffensein von dem, was uns unbedingt angeht“ (P.Tillich), ist zunächst einmal ein tiefes Gefühl, das die meisten Menschen in sich empfinden, das Gefühl, „dass da mehr ist“ und es einen Sinn gibt; er zeigt sich in der inneren Gewissheit, dass Gutes gut ist und Liebe richtig.

Für dieses Evangelium brauche ich als Christen mich wirklich nicht zu schämen. 

Predigttext am Sonntag, 20. Januar 2023, ist Römer 1, 13-17

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Sonntagsgedanken 15-01-2023 – Jeder hat seine Last zu tragen

Das müsste doch wundervoll sein: Glückliche Menschen lachen einen an, man selbst ist gesund und freut sich des Lebens, Friede um einen herum und die Freunde und die Familie lieben einen. Herrlich wäre das!

Und tatsächlich ein Wunder, denn das perfekte Leben gibt es nicht. Zum Leben gehört dessen Zweideutigkeit und Gefährdung. „Jeder hat sein Päckchen zu tragen“, sagt man. Und in der Regel stimmt das. Auch wenn wir oft nicht sehen, was andere, denen es vielleicht scheinbar besser geht, zu tragen haben.

„Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“ bittet Mose Gott, und kann davon nur eine Ahnung erblicken. Ich denke, in unserem Leben ist das auch so. Die kleinen Momente des Glücks gibt es im Leben – oft zuhauf – und manch Herrliches ist zu sehen: Kinder und Enkel, die groß werden; Dinge, die man erbaut und geleistet hat; Gutes, das einen begleitet, wie die Liebe anderer Menschen oder eine gute Gesundheit.

Häufig ist es deshalb eine Frage der Einstellung oder der Glaubens, dass man Herrlichkeit sehen kann. Gott zeigt sie uns jeden Tag in unserem Leben – mal weniger, mal mehr.

Predigttext am Sonntag, 15. Januar 2023, ist 2.Mose 33, 17b-23.

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Sonntagsgedanken 08-01-2023 – Ganz ohne Neid

Können Sie das: Platz machen für jemanden, der etwas besser kann, für jemanden, der besser ankommt – ganz ohne Neid?
Idealtypisch wird das in der Bibel von Johannes dem Täufer erzählt.
Ein Wanderprediger ist er. Die Leute strömen zu ihm. Eigentlich ist er mit seiner Botschaft ganz schön erfolgreich.
Und dann steht ein junger Mann namens Jesus aus Nazareth vor ihm.
Der scheint es besser zu machen, besser zu meinen.
Und Johannes sieht ihn nicht als Konkurrenten, sondern als Erfüllung seiner Vorstellungen.
Und ich denke: Wenn es doch immer so leicht fiele, sich nicht groß, sondern klein zu machen …..

Predigttext am 8. Januar 2023 ist Johannes 1, 29-34.

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Jahreslosung 2023: Gott sieht uns liebevoll an

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes, neues Jahr 2023

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Weihnachtspredigt 2022

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest 2022

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