Sonntagsgedanken 08-01-2023 – Ganz ohne Neid

Können Sie das: Platz machen für jemanden, der etwas besser kann, für jemanden, der besser ankommt – ganz ohne Neid?
Idealtypisch wird das in der Bibel von Johannes dem Täufer erzählt.
Ein Wanderprediger ist er. Die Leute strömen zu ihm. Eigentlich ist er mit seiner Botschaft ganz schön erfolgreich.
Und dann steht ein junger Mann namens Jesus aus Nazareth vor ihm.
Der scheint es besser zu machen, besser zu meinen.
Und Johannes sieht ihn nicht als Konkurrenten, sondern als Erfüllung seiner Vorstellungen.
Und ich denke: Wenn es doch immer so leicht fiele, sich nicht groß, sondern klein zu machen …..

Predigttext am 8. Januar 2023 ist Johannes 1, 29-34.

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Jahreslosung 2023: Gott sieht uns liebevoll an

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes, neues Jahr 2023

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Weihnachtspredigt 2022

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest 2022

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Sonntagsgedanken 18-12-2022 – Katzenvideos und Maria

Fernsehen und Facebook unterscheiden sich in einer Sache grundlegend. In den klassischen Medien dominieren die schlechten Nachrichten. („Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“, sagen die Zeitungsmacher.

In den neuen sozialen Medien finden sich neben unsäglichen Verschwörungstheorien, Mobbing und Shitstorms – auch viel mehr positive Meldungen, von „Ich hab mich verliebt!“ bis zu unzähligen Fotos von süßen Katzenbabies.

Natürlich leuchten süße Katzenvideos die Tiefe der Existenz nicht aus, aber sie zeigen eine Seite an uns Menschen, die wir brauchen: Dass wir uns freuen können. Und diese Freude sollten wir nicht verstecken, sondern laut in die Welt rufen, jubeln, wie die Konfirmandin, die vor Jahren in der Kirche plötzlich laut ausrief: „Mir geht’s gut!“, oder wie Maria, die jubelt, dass Gott sie erwählt hat, ein Kind zu bekommen. „Mein Gott“, mögen dabei die Nachbarn gedacht haben, „Die Maria ist doch erst 16 und ledig!“ Aber der Jubel Marias nimmt uns bis heute gefangen.

Jubeln, dass Gott uns liebt, jubeln über das Schöne im Leben, jubeln über jedes Geschenk! Da wird aus Advent Weihnachten. Und da wird das Schwere vom Guten getragen.

Predigttext am Vierten Advent ist Philipperbrief 4, 4-7.

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Sonntagsgedanken 11-12-2022 – „Heal the World“?

Man singt ja oft gedankenlos mit, wenn mal wieder ein Kinderchor Michael Jacksons „Heal the world“ trällert. Aber wir müssen nicht die Welt verändern oder gleich den ganzen Planeten retten  „for the entire human race….“. Das würde uns hoffnungslos überfordern und endet politisch immer in Unterdrückung. Der Aufruf des kommenden Adventssonntags tut deshalb gut, wenn er uns unsere Grenzen aufzeigt.

Was wir tun können? „Bereitet dem Herrn den Weg“, sagt der Predigttext. Für mich heißt das, im Rahmen meiner Möglichkeiten das Leben ein bisschen schöner und alles in allem besser zu machen – nicht „für die ganze Menschheit“, aber da, wo wir es können.

Predigttext am Dritten Advent ist Jesaja 40, 1-11.

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Sonntagsgedanken 04-12-2022 – Hoffnung

Ist Hoffnung eigentlich etwas Gutes oder etwas Schlechtes?

Für die Griechen steckte die Hoffnung in der „Büchse der Pandora“, wo alle Übel der Welt versammelt waren, während sie für den Apostel Paulus zusammen mit Glaube und Liebe zum Größten gehört, was wir Menschen haben können.

Vielleicht stimmt beides: Hoffnung, die die Augen vor der Wirklichkeit schließt, ist gefährlich; Hoffnung aber, die weiß, was möglich ist, solche Hoffnung braucht man, um zu leben. 

Advent heißt Hoffnung zu bekommen, weil Gottes Licht die Welt erleuchtet hat.

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Sonntagsgedanken 27-11-2022 – Ein Traum vom Glück

Können Sie sich das vorstellen? Ein Lottogewinner ist nach einem Jahr nicht glücklicher als er vorher war. Und ein Unfallopfer ist ein Jahr nach dem Unglück, das es in den Rollstuhl brachte, nicht unglücklicher. Verschiedene Untersuchungen brachten jedenfalls dieses Ergebnis. Offenbar hängt unser Glück viel weniger von materiellen oder äußerlichen Umständen ab, als wir denken. 

Was brauchen wir wirklich, um glücklich zu sein? 

In diesem Jahr können wir das vielleicht besonders klar sagen: Friede

Friede ganz umfassend. Nicht nur die Abwesenheit vom Krieg, die hoffentlich auch.

Friede für uns meint aber auch ein Leben ohne all die Alltagsgewalt, ohne Mobbing und ohne Aggression, ohne Dummheit und Unverschämtheit, Friede voll Licht und Klarheit. Und den inneren Frieden: Gelassenheit und das Gefühl, dass das Leben Sinn hat und erfüllt ist. Zu spüren, dass man geliebt wird und andere liebt. Mit sich im Reinen sein – und mit anderen auch. So ist es nicht immer. Aber so soll es sein und so wird es sein. Das ist die Hoffnung im Advent.

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Sonntagsgedanken 20-11-2022 – Alles fließt

„Alles fließt“ heißt es über das Leben – und das ist manchmal sehr angenehm.

Ist in unserem Leben alles vorherbestimmt, oder ist alles in Bewegung?

Seltsamerweise werden wohl die meisten durch den zweiten Gedanken beunruhigt. Wenn alles fließt, was gibt dann Halt? Die erste Lösung erscheint da manchmal tröstlicher: Es hat wohl so kommen müssen. Allerdings, wo alles vorherbestimmt ist, gibt es kein wirkliches Leben mehr. Ohne Freiheit ist alles nichts.

Jesus besteht darauf: Gott ist ein Gott der Lebenden! Er lenkt uns nicht wie tote Marionetten, sondern Gott reicht uns Lebhaften die Hand, wenn der Fluss des Lebens reißend wird oder die Lebensbahn mal wieder rutschig ist. Nichts ist fest und nichts bleibt. Außer Gott, der alles in seinen Händen hält.

Predigttext am Sonntag, 20. November 2022 ist Markus 13, 28-37

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Sonntagsgedanken 13-11-2022 – Eine schräge Geschichte

Auch in der Bibel gibt es echt schräge Geschichten – wie zum Beispiel das Gleichnis der bittenden Witwe.

Was kleine Kinder zuweilen instinktiv ihren Eltern gegenüber drauf haben, erzählt Jesus als Beispiel, warum Gott Gebete erhört. Solange beten, ihn so lange nerven, bis er endlich zuhört!

Das ist befremdlich – nicht nur für Theologen. Aber es ist doch auch unglaublich ermunternd: Wer betet, kann offenbar nichts falsch machen.

Und das Wichtigste: Wer betet erhält sich die Hoffnung auch in aussichtslosen Situationen.

Vernünftig klingt das nicht. Vielleicht finde ich deshalb die schräge Geschichte von der „bittenden Witwe“ auch heute noch so inspirierend.

Predigttext am Sonntag, 13. November 2022 ist Lukas 18, 1-8.

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Sonntagsgedanken 06-11-2022 – Hinter’m Horizont

Hinterm Horizont geht’s weiter heißt die Ballade, die Udo Lindenberg einer 1986 früh verstorbenen Freundin geschrieben hat. Jenseits dessen, was wir sehen und erleben können, gibt es, so die Hoffnung, eine andere, bessere Welt, ohne Leid und Trauer und Tod. In der Physik benutzt man interessanterweise ein ähnliches Bild, das vom Ereignishorizont („Event horizon“), einer Grenze im Raum-Zeit-Kontinuum, hinter der für uns im Hier und Heute nichts mehr erfahrbar ist.

Ist dort Gottes Reich? Im Jenseits? Dort wohin nur Poesie und kosmologische Modelle führen? Der Gedanke ist verführerisch, eine gedankliche Verbindung dazu herzustellen, aber Jesus holt uns auf den Boden unserer Welt zurück: Das Reich Gottes ist mitten unter uns. Es ist dort wo Liebe und Hoffnung herrschen, wo Menschen frei und geborgen sind. Es ist hier und jetzt.

Alles andere ist Spekulation, so dass für das Jenseits nur Bilder bleiben –  und die Hoffnung, dass alle Vergänglichkeit von einem unvergänglichen Grund gehalten und gewürdigt wird.

Predigttext am Sonntag, 6. November 2022, ist Lukasevangelium 17, 20-24.

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