
Jim Dine: The Black Rainbow (Foto: Treiber)
Ich wünsche uns allen, dass wir das nicht so oft erleben und dass das Gefühl hoffentlich zur Zeit ziemlich fremd ist, aber manchmal fühlt sich das Leben so an, als würde man nach unten gedrückt: Sorgen und Probleme – manche ernst, manche vielleicht auch nur übertrieben wahrgenommen. Jedenfalls scheint es nicht mehr vorwärts und aufwärts zu gehen, sondern eher in die andere Richtung, und man muss wohl noch froh sein, wenn es nicht schlimmer wird.
Zum Glück ist das Leben allerdings nicht so statisch. Irgendwie ist immer noch eine Bewegung zu spüren – nach oben oder zumindest nach vorne: Der Sonnenstrahl, der einen hinaus unter den blauen Himmel lockt, die Enkelin, die einen im Krankenhaus besucht, oder das Gefühl, dass wir geliebt werden, auch wenn wir es gar nicht wahrhaben wollen.
In den Bedrängnissen unseres Lebens lernen wir, geduldig zu sein, und spüren, wie sie wieder kommt: unsere Hoffnung.
Predigttext am Sonntag, 21. Februar 2016, ist Römerbrief, Kapitel 5, die Verse 1 bis 6.
Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.








Dass das Leben manchmal im Dunkeln ist, braucht uns keiner zu sagen, so wenig wie den Hirten, die da eines Nachts bei ihren Herden saßen, als sie plötzlich einen Engelsgesang hörten, der die Welt veränderte: „Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ Gott lässt uns also nicht im Dunkeln sitzen, in Angst und Einsamkeit und mit all unserem Scheitern.