Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

„Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“ hat – vermutlich – Wilhelm Busch einmal festgestellt und diese Erfahrung ist keinem fremd. Das Leben lässt sich letztlich nicht planen. Was wir unbedingt wollten, kriegen wir nicht; was wir niemals wollten, wird zum Glücksfall und manchmal stehen wir vor schier unerträglichen Herausforderungen. Das geht jedem und jeder so. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.

Stehen hinter den Unwägbarkeiten des Lebens nur blinde Zufälle? Das würde vieles schwerer und alles sinnlos machen. Da ist mir der Gedanke schon lieber, dass hinter allem Gott steht, auch wenn seine „Gedanken“ nicht unsere Gedanken sind, wie es im Predigttext für nächsten Sonntag heißt.

Für Interessierte: Predigttext am kommenden Sonntag ist Jesaja 55, 6-12a.

Veröffentlicht unter Altes Testament | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sünder rufen, nicht Gerechte

Urteile über andere sind schnell gesprochen: Deppen, Loser, Egoisten, Lumpenpack … (oder heute eher „Heuschrecken“ ?). Der erhobene Zeigefinger, mit Urteilen vorsichtig zu sein, bewirkt oft nichts, denn manchmal haben wir ja recht: Der andere ist einfach unmöglich und manches Verhalten inakzeptabel. Jesus zeigt solchen Leuten gegenüber ein interessantes Verhalten: Er beschönigt und erklärt nichts, sondern sagt: Stimmt! Und gerade deshalb kümmere ich mich um diese Leute.

Für Interessierte: Predigttext am kommenden Sonntag ist Matthäus 9, 9-13. (Da in einigen Kirchen ökumenische Gottesdienste zum Bibelsonntag stattfinden, kann es sein, dass dort über einen anderen Text gepredigt wird.)

Veröffentlicht unter Evangelien, Neues Testament | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Vertrauen ist der Schlüssel zu allem

Vertrauen ist der Schlüssel zu allem – zum Herzen anderer Menschen ebenso wie zur eigenen Zukunft. Dieser Satz gilt umso mehr, als wir ja täglich erfahren, dass nichts wirklich sicher ist. Dann bleibt uns eben nur das Vertrauen: in die Zuneigung anderer Menschen, in unsere eigenen Fähigkeiten und vor allem anderen in Gott, dessen Licht uns leiten will und sich in Jesus gezeigt hat. So sagt des der Predigttext am letzten Sonntag der Weihnachtszeit.

Für Interessierte: Predigt am kommenden Sonntag ist Johannes 12, 34-36

Veröffentlicht unter Evangelien, Neues Testament | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Platz machen ganz ohne Neid

Platz machen für jemanden, der etwas besser kann, der besser ankommt – ganz ohne Neid? Idealtypisch wird das von Johannes dem Täufer erzählt, der obgleich erfolgreich als Wanderprediger Jesus nicht als Konkurrenten, sondern als Erfüllung seiner Vorstellungen sieht. Wenn es doch immer so leicht fiele, sich nicht groß, sondern klein zu machen …..

Für Interessierte: Predigttext am 1. Sonntag nach dem Erscheinuingsfest ist Johannes 1, 29-34.

Veröffentlicht unter Evangelien, Neues Testament | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Zum Glück gibt es Kinder….

Hoffnungsvoll soll es ins neue Jahr gehen; alles andere wäre töricht. Denn nur, wenn wir Vertrauen haben, werden wir gut und richtig leben können.

Leider ist es in den Medien gang und gäbe, Optimismus für verantwortungslos zu erklären. Bedenken gegen alle Arten von Neuerungen und Veränderungen – von sozialen Netzwerken im Internet bis zu Technik und Wachstum – werden leider oft ausführlicher dargestellt als die Möglichkeiten und der Nutzen, den wir Menschen davon haben.

Zum Glück lassen sich wenigstens unsere Kinder davon nicht beirren, sondern gehen der Zukunft offen und mutig entgegen. Ein wunderbares Vorbild für das neue Jahr!

Nichts anderes legt auch der Predigttext für den kommenden Sonntag nahe, der uns auffordert, dem Licht der Welt nachzufolgen und so selbst zum Licht für andere Menschen zu werden.

Für Interessierte: Predigttext am Erscheinungsfest ist Jesaja 60, 1-6.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

Veröffentlicht unter Altes Testament | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

21.12. – Davon geht die Welt nicht unter….

Nur wenig lässt sich mit Sicherheit sagen, aber dass die Welt am kommenden Freitag nicht untergeht, gehört gewiss dazu. Die esoterischen Spekulationen um einen falsch verstandenen Maya-Kalender kann man als Medienspielchen abtun, aber es ist doch erstaunlich, wie präsent die Geschichte in Presse und Rundfunk immer noch ist (vom Internet mal ganz zu schwiegen). Steckt da mehr dahinter, zumal nun offensichtlich Scharen von Apokalypse-Touristen in das verschlafene Sirince (Foto: Treiber) pilgern, weil dort nahe der antiken Stadt Ephesos „positive Energien“ seien?

Sirince (Foto: Treiber)

Sirince (Foto: Treiber)

Nun, ich hole mir Energie lieber aus der Steckdose und verlasse mich bei dem, was mein Leben positiv stimmt, lieber auf die Menschen, die ich liebe, und darauf, das zu tun, was mir wichtig ist. Und wenn dann nach dem 21. der 22. Dezember kommt, weiß ich, was das Leben wirklich positiv scheinen lässt: Weihnachten, das Fest Christi, der das Licht der Welt ist.

Bleiben Sie am Freitag cool
und freuen Sie sich auf Weihnachten!

Weltuntergang? – LOL
Matthias Treiber

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Zum Glück bin ich kein großer Maxe….

„Wer bist du? Der große Maxe, das Alpha-Männchen, der Alleswisser, Besser-Mensch, Celebrity-König? Als kleiner Durchschnittsmann kann man vielleicht ganz zufrieden damit sein, sich nicht in Vorstandsetagen und auf Sportplätzen wichtig machen zu müssen. Man ist, wer man ist, und ist wichtig für all seine Lieben, aber das genügt dann auch.

Sich wichtiger zu nehmen, als man ist, empfiehlt sich nicht. Das war wohl auch das Motto Johannes des Täufers, der Ruhm ablehnte und immer nur auf Jesus hinwies.

Das wäre übrigens auch ein guter Ansatz, Weihnachten zu feiern: All das schöne Drumherum ist ganz schön, aber doch nur drum herum……

Für Interessierte: Predigttext am Vierten Advent ist Johannes 1, 19-23.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

Veröffentlicht unter Evangelien, Neues Testament | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

„Heal the World“ ?

Man singt ja oft gedankenlos mit, wenn mal wieder ein Kinderchor Michael Jacksons „Heal the world“ trällert. Aber wir müssen nicht die Welt verändern oder gleich den ganzen Planeten retten  „for the entire human race….“. Das würde uns hoffnungslos überfordern und endet politisch immer in Unterdrückung. Der Aufruf des kommenden Adventssonntags tut deshalb gut, wenn er uns unsere Grenzen aufzeigt.

Was wir tun können? „Bereitet dem Herrn den Weg“, sagt der Predigttext. Für mich heißt das, im Rahmen meiner Möglichkeiten das Leben ein bisschen schöner und alles in allem besser zu machen – nicht „für die ganze Menschheit“, aber da, wo wir es können.

Für Interessierte: Predigttext am Dritten Advent ist Jesaja 40, 1-11.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

Veröffentlicht unter Altes Testament | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Ist Hoffnung eigentlich etwas Gutes oder etwas Schlechtes?

Für die Griechen steckte die Hoffnung in der „Büchse der Pandora“, wo alle Übel der Welt versammelt waren, während sie für den Apostel Paulus zusammen mit Glaube und Liebe zum Größten gehört, was wir Menschen haben können. – Vielleicht stimmt beides: Hoffnung, die die Augen vor der Wirklichkeit schließt, ist gefährlich; Hoffnung aber, die weiß, was möglich ist, solche Hoffnung braucht man, um zu leben. Advent heißt Hoffnung zu bekommen, weil Gottes Licht die Welt erleuchtet hat.

Für Interessierte: Predigttext am Zweiten Advent ist Jesaja 35, 3-10.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

Veröffentlicht unter Altes Testament | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Endlich Advent

(Foto: Andrea Haufer-Murrweiss)

Endlich Advent! Schöne Gottesdienste, die das Gute und Schöne des Lebens im Blick haben. Hoffnung auf Heil und Barmherzigkeit wie es im Bibeltext für den Ersten Advent heißt. Endlich Licht statt Dunkelheit. Freuen wir uns daran! Und lassen wir uns die Hoffnung nicht vermiesen!

Für Interessierte: Predigttext am Ersten Advent ist Lukas 1, 67-79. Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

Veröffentlicht unter Evangelien | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar