Wir sehen nur, was wir glauben.

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Smiley für den Auferstandenen (Foto: Treiber)

Den Satz „Ich glaube nur, was ich sehe“ habe ich immer für sinnlos gehalten. Das Gegenteil, „Wir sehen nur, was wir glauben“, hält dagegen eine Wahrheit für uns bereit: Der Glaube bestimmt, wie wir die Welt verstehen, ob für uns die anderen Mitmenschen oder Konkurrenten sind, ob uns die Welt insgesamt lebenswert oder lebensfeindlich erscheint. Und was ist der Glaube an die Auferstehung anderes als diese Weltsicht:

Das Leben und die Liebe, das Gute und die Hoffnung auf das Gute sind die einzigen Dinge, die wirklich zählen. Das Schlechte ist Lug und Trug und vergeht. Halten wir uns also damit nicht auf, sondern suchen das wahre Leben in der Liebe, in der Freundlichkeit und in dem Bewusstsein, dass jeder Tag ein Geschenk ist!

Predigttext am 7. April 2013 ist Markus 16, 9 bis 14.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

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Zärtliches Osterfest

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Blick aus einem Grab in Jerusalem (Foto: Treiber)

Zärtlich wird es zu Ostern mit einem der schönsten Geschichten der Bibel dazu, die Begegnung Maria Magdalenas mit dem auferstandenen Jesus. Geschichten, die so unser Herz berühren, lassen die Frage, ob und wie und überhaupt das stimmen kann, verstummen. Es stimmt, sagt unser Herz dann: Christus ist auferstanden. Es hat sich bewahrheitet: Leben und Liebe sind das Wichtigste, das einzig Wahre, der einzige Sinn. Und wer dazu noch ein schönes Gedicht lesen mag, sei an Hanns Dieter Hüsch verwiesen.

Die Geschichte von Maria Magdalena aus Johannes 20 finden Sie hier auf www.die-bibel.de.

Das schöne Gedicht „Utopie“ von Hanns Dieter Hüsch finden Sie hier.

Und falls Sie an der Auferstehung Jesu zweifeln, dann seien Sie eingeladen,  ein paar Gedanken dazu zu lesen.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonn- und Feiertag um 9:30 in der Matthäuskirche Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

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Wenn wir nicht mehr weiter wissen

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Darstellung heutigen Leidens – Fenster für die Heilbronner Kilianskirche von Xenia Hausner (Bild aus dem Entwurfsprospekt / Kirche Heilbronn)

Dass Menschen leiden, braucht uns niemand zu erzählen. Lebensbedrohliche Krankheiten, tödliche Unfälle, seelische Nöte sind allgegenwärtig. Wir müssen uns nur umschauen, wenn wir nicht gar, Gott bewahre!, selbst davon betroffen sind. Ist Leiden nun ein Zeichen, dass man Pech hatte, versagt hat oder einem einfach die Götter nicht wohlgesonnen sind? Mir hilft keiner dieser Gedanken, sondern nur der christliche: Dass wir Gott gerade in den dunklen Stunden nahe sind und gehalten werden, wo wir nicht mehr weiter wissen.

Für Interessierte: Predigttext am Karfreitag ist Matthäus 27, 33-51.

Pfarrer Matthias Treiber predigt jeden Sonn- und Feiertag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1.

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Inspiriert sein Leben führen

Inspiration lässt manchem Künstler ein Licht aufgehen (wie hier Urs Fischer in New York) – uns Normalsterbliche befähigt es zu einem guten Leben (Foto: Treiber)

Ein Leben, das anders ist, ist meist kein Ruhekissen. Im Gegenteil: Wer sein Leben selbst bestimmen will, wird zunächst ruhelos und zweifelnd Wege suchen. Warum tut man das also? Biblisch gesprochen, weil Gottes Geist uns erfüllt. Mit einem Fremdwort klingt das weniger abgehoben:  weil wir inspiriert sind. Inspiriert durch Jesus, der (wie im Predigttext des kommenden Sonntags gesagt wird) diese Aufgabe unter den Menschen erfüllt hat. Er hat Menschen inspiriert, ihr Leben frei und gut, verantwortungsbewusst und liebevoll zu führen.

Was bleibt uns? Die Möglichkeit, unser Leben mutig, gelassen und frei zu führen.

Für Interessierte: Predigttext am kommenden Palmsonntag ist Johannes 17, 1+6-8.

Pfarrer Matthias Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1.

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Keiner hat die Wahrheit gepachtet

Man sollte es sich mit der Verurteilung anderer nicht so einfach machen. Schnell richtet man heute über „die“ Banker, „die“ Politiker, „die“ anderen. Dabei haben auch andere gute Gründe für oder gegen etwas zu sein. Für Stuttgart 21 oder dagegen, für Kernkraft oder dagegen, für die Fenster in der Kilianskirche oder dagegen. Wie lässt sich eine Entscheidung fällen?

Heute wissen wir, dass demokratische Rechtswege dem Frieden am meisten dienen. Zur Zeit Jesu gab es das nicht. So entschied sich der Hohe Rat aus Angst und Überheblichkeit, Jesus durch die Römer hinrichten zu lassen. Muss man seine Mitglieder deshalb verurteilen?

Für mich sind sie eher ein warnendes Beispiel, wie falsch man liegen kann, wenn man vorschnell urteilt und denkt, man habe die Wahrheit gepachtet.

Für Interessierte: Predigttext am kommenden Sonntag ist Johannes 11, 47-53.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

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Du kannst nichts mitnehmen!

Nur die Welt und nichts dahinter? Soll wirklich nur das im Leben zählen, was wir sind und können? Was wir erreicht haben? Und dann? „Du kannst nichts mitnehmen!“ (Hat das eigentlich Haindling gesungen?) Da scheint mir ein Leben doch sinnvoller, das sich nicht im Nichts verliert, sondern vom Grund allen Seins getragen weiß. Und das ist keine verkopfte Theorie, sondern sichtbares Leben; es ist Liebe, Hoffnung und eben auch der Glaube, dass Jesus aus Nazareth es vorgelebt hat. Am kommenden Sonntag wird er deshalb als „Brot des Lebens“ beschrieben.

Für Interessierte: Predigttext am kommenden Sonntag ist Johannes 6, 47-51.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

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Sich treu bleiben

Wer zu sich selbst steht, zu dem, was er ist, wie er ist und was er will, darf nicht immer mit Applaus rechnen, sondern wird häufig auf Widerstand stoßen. Nachgeben oder seiner Berufung treu bleiben, heißt dann die Frage. Eines muss dabei klar sein: Wer gegen den Strom schwimmt, darf nicht damit rechnen, dass dieser die Richtung ändert (Stanisław Lec). Der Predigttext des kommenden Sonntags zeigt dies am Beispiel des Propheten Jeremia, der genau darunter gelitten hat und sich unter Mühen dennoch treu blieb.

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 3. März 2013 ist Jeremia 20, 7-11a.

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Gott = Liebe

Wie ist Gott? – Gott ist Liebe. / Was sind wir Menschen? – Wesen, die Liebe brauchen und Liebe schenken können. / Was dürfen wir hoffen? – Dass alle Liebe bleibt. / Was sollen wir tun? – Lieben. / Gibt es Gott? – Natürlich, es gibt ja die Liebe. / Und wenn uns Liebe fehlt? – Dann sollten wir auf Jesus schauen, der Liebe wie kein anderer verkörpert.

🙂 Gar nicht so kompliziert, das Johannesevangelium, aus dem der Predigttext für den kommenden Sonntag stammt.

Für Interessierte: Predigttext am 24. Februar 2013 ist Johannes 8, 21-30

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Demut vs. Selbstüberschätzung

Der alte Tennisstar, der durch die Medien irrlichtert; der Journalist, der Politiker mit ihren Doktorarbeiten abschießt; die Filmdiva, die weiß, wo der Klimawandel herkommt – wohlvertraute Erscheinungen unserer Mediengesellschaft, die eines verbindet: eine grandiose Selbstüberschätzung.

Keinem dürfte es ganz fremd sein, mehr vorzugeben, als man ist und mehr zu versprechen, als man halten kann. Im Predigttext des kommenden Sonntags spielt Petrus diese Rolle und erinnert uns mit seinem Versagen daran, dass wir alle fehlbare Wesen sind und uns deshalb ein bisschen mehr Demut – oder nennen wir es in der heutigen Gesellschaft: Zurückhaltung – in den meisten Fällen gut anstünde.

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 17. Februar 2013 ist Lukas 22, 31-34.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

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Optimismus als christliche Grundhaltung

Ob man sein Leben als gut oder als schlecht empfindet, ist eine Frage der Haltung. Man kann sich dem Guten im Leben eben auch verschließen. Deshalb haben Pessimisten im Zweifel immer recht: Wenn ich das Gute nicht sehen will, sehe ich es auch nicht.

Die Frage ist aber, was besser ist: Granteln und nur das Schlechte sehen – oder das Gute suchen und bereit sein, sein Glück am Schopf zu packen und festzuhalten, wie es der Predigttext am kommenden Sonntag schildert. Die lapidare Feststellung Jesu zu einem Menschen, der Gutes erlebt hat, heißt ja ganz einfach: Dein Glaube hat dir geholfen.

Obgleich Optimismus bei uns gerne denunziert wird, ist es die christliche Grundeinstellung schlechthin: Gott ist für uns, wer kann da gegen uns sein?

Für Interessierte: Predigttext am 10.Februar 2013 ist Lukas 18, 31-43.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

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