„Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“ heißt es an einer Stelle in Billy Wilders Meisterwerk Eins, Zwei, Drei. 1961 wurde der Film in Berlin, wie hier am Flughafen Tempelhof gedreht, eine Komödie im Hin- und Her zwischen Ost und West. Nur dumm, dass während der Dreharbeiten die Mauer gebaut, und die Geschichte hinter der Komödie ernst wurde.
Je länger der Lockdown zuhause dauert, desto unwirklicher kommt er mir vor. Das kann doch nicht ernst sein, so wie es gerade ist. Vor einem Monat hätten wir das nicht für möglich gehalten. „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“ Der Spruch aus der Komödie hat ja einen tiefen Sinn: Fatalismus. Alles ist vorherbestimmt. So wie es kommt, kommt es eben. Nichts genaues weiß man nicht. Solch ein Fatalismus ist mir fast lieber, als wenn nun von großer Panik berichtet wird und zugleich andere sogenannte Experten vor eine Übertreibung der Maßnahmen warnen. Mit Angst und Unsicherheit werden wir noch eine ganze Weile leben müssen.
Mir tut es dann gut, die Komödie anzuschauen und den Spruch zu hören: „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“ Denn ich spüre dann meinen Glauben, ein trotziges Gefühl in mir, dass es am Ende umgekehrt sein wird: „Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos.“ Denn nichts ist vorherbestimmt, sondern alles liegt in Gottes Hand. Und was der macht, das wissen wir nicht. Eines aber weiß ich: Gott liebt uns. Warum weiß ich das: Weil ich glaube, dass er mich und Sie und uns alle geschaffen hat.
Bleiben Sie zuversichtlich!
Ihr
Matthias Treiber
Das Ganze gibt es auch zum Anschauen:
„Wie lange sind Sie schon in Quarantäne?“ – „Fünf Kilo“
Haben Sie auch so ein Lied, bei denen Ihnen die Augen feucht werden, wenn sie es hören? Für mich das „Tears in Heaven“ von Eric Clapton. 75 Jahre alt wurde er gestern, aber ich konnte es mir nicht anhören. Clapton hat darin die Trauer über den Tod seines vierjährigen Sohnes bearbeitet, der aus einem Hochhausfenster gefallen war. Unvorstellbar, mit solch einer Trauer umgehen zu müssen! Und doch kann es einen täglich treffen.
Gestern am Sonntag hatte ich endlich mal Zeit, ein Buch zu lesen, von Stephen King, einem der klugen Autoren der Gegenwart. Der Roman „The Stand, das letzte Gefecht“ stammt schon aus dem Jahr 1978. Die Geschichte einer Pandemie durch einen Grippevirus, der die Menschheit bedroht. Hat King geahnt, was da auf uns zukommt? So wie manch andere Autoren auch.
Dr. House ist eigentlich ein unmöglicher Mensch. Ein genialer Arzt zwar, aber zugleich ein Menschenfeind. „Alle Menschen lügen“ lautet seine Grundüberzeugung, Patienten weicht er aus, lieber spielt er Ball in seinem Büro. Aber er rettet Leben, im Fernsehen jedenfalls.



