Darf man einen Menschen einen Drecksack nennen? Natürlich nicht. Ein Freund hat es dennoch getan, sogar in der Zeitung. Und er hat recht damit. Der damalige Kreisleiter Drauz war ein Drecksack, der im April 1945 vor unserer Kirche einen Mann erschossen hat, der eine Panzersperre abbauen wollte. Die Leiche musste ein paar Tage dort liegen bleiben – zur Abschreckung. Ich muss immer daran denken, wenn ich über den Platz vor der Kirche gehe.
Wobei, irgendwie macht man sich auch viel zu viele Gedanken über die Täter, immer. Der alte Nazi kann uns heute ja egal sein. Möge er in der Hölle schmoren.
Denken wir jetzt 75 Jahre nach Kriegsende besser an die Opfer, an die, die unter den Nazis gelitten haben und ermordet wurden.
Und an die, die Deutschland befreit haben. Zu Beispiel an die 170 jungen Amerikaner, 20, 21 Jahre alt, die damals bei der Befreiung Heilbronns umkamen, und die Verwundeten. Eines der ersten Dinge, die die Amerikaner nach der Einnahme Sontheims getan haben, war übrigens, am 15. April um 11 Uhr, wie es im Amtskalender meines Vorgängers heißt, einen Standortgottesdienst in der Matthäuskirche zu halten. Es war uns eine Ehre.
Pfarrer Matthias Treiber
Im Internet gibt es nichts, was es nicht gibt. Zum Beispiel hunderte von Tricks, wie man eine Orange schält. Dazu gibt da ein schönes Sprichwort – aus Panama oder aus China, wie man will: „Eine halbe Orange ist so süß wie eine ganze.“
Das sind die Plüschtiere, die den Engländer Alan Milne zu seinem Kinderbuch Winnie the Pu inspiriert haben. Sie gehörten seinem Sohn, Christopher Robin. Und aus dem Buch „Pu – der Bär“ möchte ich Ihnen einen kleinen Absatz vorlesen:
Ein tolles Bild auf der Straße beim nachösterlichen Spaziergang – „Das Grab ist leer!“ steht mit Kreide auf dem Boden gemalt. – Und darüber: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden.“ Eine Botschaft, die einen überfällt. Auch außerhalb der Kirche. Mitten im Grünen auf einem kleinen Fahrweg: Die Botschaft der Auferstehung. Lange diskutieren wird man hier nicht. Man wird darüber hinweg gehen – aber nur im wörtlichen Sinne. Denn beim Weitergehen bleibt das in mir drin: Christus ist wahrhaftig auferstanden!

