Wenn man nur wüsste, was man schenken soll. Vielleicht macht man sich zunächst einmal selbst ein Geschenk, indem man anderen etwas schenkt. „Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat,“ rät Johannes der Täufer seinen Zuhörern. So bereitet man sich richtig auf Weihnachten, das Kommen Christi, vor, indem man löslässt und sich auf das Wesentliche konzentriert. Aber bitte: Nicht den abgetragenem Plunder von vor zwanzig Jahren spenden, sondern Sachen, die man auch selbst noch anziehen würde. Das Second-Hand-Kaufhaus unserer Aufbaugilde nimmt gerne Sachen entgegen, die sich an oder für Bedürftige weiterverkaufen lassen.
Ich finde es sehr schön, dass die Spendenbereitschaft in unserem Land ungebrochen ist. Darauf, eine soziale Gesellschaft zu sein, können wir stolz sein. Begonnen hat die Nächstenliebe bei uns mit der christlichen Botschaft der Nächstenliebe, die alle Menschen in Blick nimmt, die Hilfe brauchen, nicht nur die Angehörigen der eigenen Familie oder direkten Nachbarn. Advent ist für alle da.
Falls Sie noch Geschenke suchen, ist das Second-Hand-Kaufhaus unserer Aufbaugildeübrigens auch eine interessante Adresse. Beim Stöbern dort entdeckt man oft Dinge, auf die man nie gekommen wäre.
Predigttext am 3. Advent, 15. Dezember 2019, ist Lukas 3.




Liebet eure Feinde! heißt es im Predigttext am kommenden Sonntag, und dass das nicht so einfach ist, weiß jeder. Manchmal muss man Feinden mit Gewalt entgegentreten.Es war nötig, dass die Allierten den Kampf gegen Nazideutschland mit Waffen geführt haben; es wäre ein Verbrechen gewesen, jesidischen Frauen in Syrien den Schutz durch Waffengewalt zu verwehren; es ist dringend nötig, dass Politik und Polizei mit aller legitimen Gewalt den Untaten bei uns entgegentreten. So steht es auch in einem unserer Bekenntnisse, der Barmer Theologischen Erklärung von 1934.
„Die Saurier hatten einfach Pech, weil Sie zu groß für die Arche Noah waren. Deshalb sind sie ausgestorben, als vor 5000 Jahren die Sintflut kam.“

