Heraus aus den Trümmern des Lebens

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Licht um Dunkel – der Weihnachtsstern in der Matthäuskirche (Foto: Haufer-Murrweiss)

Das Leben in Trümmern. Die Ehe gescheitert, im Beruf kommt man nicht mehr voran und alles in allem steht man sich vor allem selbst im Weg. Finstere Gedanken im Advent, aber Gefühle richten sich eben nicht immer nach der Jahreszeit. Und die biblischen Predigttexte im Advent wissen darum.

Doch Advent ist gerade deshalb die Zeit, in der Hoffnung angesagt ist. Nichts muss bleiben, wie es ist. Alles kann anders werden. Nicht immer so, wie wir es uns wünschen. Aber doch voller Licht und Leben, die Gott uns verheißen hat. Meist führen uns ja schon ein anderer Blick, ein bewusstes Innehalten und ein mutiges Zupacken heraus aus den dunklen Gedanken. Die kommenden Tage sind eine wunderbare Gelegenheit dazu.

Predigttext am 4. Advent, 22. Dezember 2013, ist Jesaja 52, 7-10.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

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Nur Liebe macht unvergänglich

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Im Buch des Lebens sitzen wir hoffentlich auch entspannt unter einem Baum und werden nicht gelöscht.
(Foto: wikicommons/Tatsuo Yamashita)

Manche sind einfach nur daneben: Sie nörgeln den ganzen Tag oder leben auf Kosten anderer; rücksichtslos setzen sie ihre Interessen durch oder zwingen andere zu etwas, das diese nicht wollen. Und irgendwann entdeckt man dann, dass man manchmal selbst genauso daneben ist.

Deshalb sind die Ermahnungen zu Selbstkritik und ggf. Umkehr oft nervig, aber selten verkehrt. Wir können nämlich immer auch anders und besser! Und das führt uns zu einem erfüllten Leben. Der Predigttext zum Dritten Advent fasst dies in das Bild, dass dann unser Name im Buch des Lebens  stehen bleiben wird.

Nur Liebe macht unvergänglich. Das muss man sich manchmal sagen lassen.

Predigttext am 15. Dezember 2013 ist Offenbarung 3, 16.

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Fenster oder Türchen?

Adventskalender

(Foto: wikicommons/BriYYZ)

Fenster oder Türe? heißt es beim Blick auf den Adventskalender. Ganz klar: Für mich sind das dort Türchen. Ein morgendlicher Blick durch das Fenster in eine bessere Welt mag ja ganz schön sein, aber durch eine Türe kann man gehen. Advent öffnet uns die Türen zu einem besseren Leben, zu Hoffnung, zu Glaube, zu Liebe.

Manchmal fehlt uns nur der Mumm, tatsächlich hindurch zu treten durch die Adventstüre, und so das Schlechte hinter uns zu lassen und das Neue zu begehen.

Die Bildersprache des Advents ist einfach toll! Und in allem geht es darum, dass Weihnachten nicht nur „besinnlich“ wird, sondern fröhlich, weil es uns eine neue Welt eröffnen kann.

Predigttext am 2. Advent, 8. Dezember 2013, ist Offenbarung 3, 7-13.

Pfarrer Matthias Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

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Was brauchen wir, um glücklich zu sein?

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(Foto: iStock)

Können Sie sich das vorstellen? Ein Lottogewinner ist nach einem Jahr nicht glücklicher als er vorher war. Und ein Unfallopfer ist ein Jahr nach dem Unglück, das es in den Rollstuhl brachte, nicht unglücklicher. Verschiedene Untersuchungen brachten jedenfalls dieses Ergebnis.

Offenbar hängt unser Glück viel weniger von materiellen oder äußerlichen Umständen ab, als wir denken. Was brauchen wir wirklich, um glücklich zu sein? Im Predigttext für den 1. Advent fallen die Stichworte Freiheit, Hoffnung und Liebe. Und tatsächlich: Wir haben die Freiheit, uns und unser Leben zu ändern, und es gibt Menschen, die uns lieben und die wir lieben. Genießen wir also den Advent als Zeit der Hoffnung!

Predigttext am 1. Dezember 2013 ist Hebräer 10, 19-25

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Alles fließt – und das ist gut so

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„Alles fließt“ heißt es über das Leben – und das ist manchmal sehr angenehm. (Foto: Treiber)

Ist in unserem Leben alles vorherbestimmt, oder ist alles in Bewegung?

Seltsamerweise werden wohl die meisten durch den zweiten Gedanken beunruhigt. Wenn alles fließt, was gibt dann Halt? Die erste Lösung erscheint da manchmal tröstlicher: Es hat wohl so kommen müssen. Allerdings, wo alles vorherbestimmt ist, gibt es kein wirkliches Leben mehr. Ohne Freiheit ist alles nichts.

Jesus besteht darauf: Gott ist ein Gott der Lebenden! Er lenkt uns nicht wie tote Marionetten, sondern Gott reicht uns Lebhaften die Hand, wenn der Fluss des Lebens reißend wird oder die Lebensbahn mal wieder rutschig ist. Wohin wir dabei gehen, das entscheiden wir.

Predigttext am Sonntag, 24. November 2013 ist Matthäus 22, 23-33.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

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Gut als Gegenteil von gut gemeint

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Den richtigen Weg findet man nicht alleine.
Da braucht es schon Markierungen.
(Foto: Treiber)

Man will richtig handeln, und macht oft das Gegenteil. Man möchte Gutes tun und richtet of nur Schaden an. Nicht umsonst sagt man ja, dass der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert ist.

Kann es gut sein, das Kind zu Nachhilfe und Musikstunden zu zwingen, damit es erfolgreich im Berufsleben wird? Ist es richtig, der Schwiegertochter dauernd gut gemeinte Ratschläge für den Haushalt zu geben und dem Sohn zu sagen, dass er mit seiner neuen Freundin garantiert nicht glücklich wird? Gut ist eben oft das Gegenteil von gut gemeint.

Den richtigen Weg kennen auch wir nicht. Deshalb sollten wir anderen unseren Weg auch nicht aufdrängen, sondern uns lieber lenken lassen von der Liebe, die Gott ist, und in dem Bewusstsein, dass wir jederzeit unseren Weg auch ändern können.

Predigttext am Sonntag, 17. November 2013 ist Jeremia 8, 4-7.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche Heilbronn-Sontheim.

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Nerven – bis er oder sie nachgibt!

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Auch in der Bibel gibt es echt schräge Geschichten – wie zum Beispiel das Gleichnis der bittenden Witwe. (Foto: Treiber)

Was kleine Kinder zuweilen instinktiv ihren Eltern gegenüber drauf haben, erzählt Jesus als Beispiel, warum Gott Gebete erhört. Solange beten, ihn so lange nerven, bis er endlich zuhört!

Das ist befremdlich – nicht nur für Theologen. Aber es ist doch auch unglaublich ermunternd: Wer betet, kann offenbar nichts falsch machen.

Und das Wichtigste: Wer betet erhält sich die Hoffnung auch in aussichtslosen Situationen.

Vernünftig klingt das nicht. Vielleicht finde ich deshalb die schräge Geschichte von der „bittenden Witwe“ auch heute noch so inspirierend.

Predigttext am Sonntag, 10. November 2013 ist Lukas 18, 1-8.

Pfarrer Treiber predigt sonntags um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

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Ja oder Nein! Alles andere ist von Übel?

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Bild: wikicommons (public domain)

Wer von uns hat sich nicht schon einmal vor einer nötigen Entscheidung gedrückt, hat versucht, alles so laufen zu lassen wie bisher und gehofft, dass es sich von selbst löst? Manchmal funktioniert das auch, jedenfalls eine Zeit lang.

Letztlich aber müssen wir uns dann doch entscheiden: Ja oder Nein? So oder anders? Alles andere sei von Übel, sagt Jesus im Predigttext des kommenden Sonntags, weil man vor sich selber klar und wahr sein soll.

Die Welt ist nicht schwarz oder weiß, das ist richtig. Aber sie ist auch nicht grau, sondern ein mal dunkler, mal heller Fleckenteppich, auf dem sehr genau zu sehen ist, wo wir stehen.

Predigttext am 3.November 2013 ist Matthäus 5, 33-37.

Pfarrer Matthias Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim

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Goldener Käfig

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Umstritten teuer – Privatkapelle St. Maria in Limburg an der Lahn (Foto: wikicommons)

Sind die gerade viel kritisierten kirchlichen Bauten in Limburg wirklich zu protzig? Ich empfinde die burgähnliche Anlage mit der Privatkapelle eher als bedrückend:

der selbstgebaute goldene Käfig eines Glaubens, der damit darstellt, dass er in der Welt keinen Platz mehr haben will. Oder finden Sie, dass die schwarze Kapelle das Evangelium angemessen darstellt?

Kirche sollte Leben ausstrahlen, denn der Glaube zeigt sich in der Welt: darin, dass wir Gottes Wort halten und Liebe üben und unsere Grenzen kennen. So steht es im Predigttext für nächsten Sonntag.

Predigttext am Sonntag, 27. Oktober 2013 ist Micha 6, 6-8.

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Für die Liebe Alles tun

Syrien

Die älteste Kirche der Welt nördlich von Damaskus in Syrien. Was heißt heute, sein Leben für die Glaubensfreunde zu einzusetzen? (Foto: Treiber)

Bestechend einfach klingt das Gebot Jesu: „Liebt euch untereinander!“ Die konkrete Forderung, dass man für die Freunde sein Leben einsetzen soll, lässt einen dann aber doch nachdenken: Wie weit soll christliche Liebe gehen? Andere mit Respekt behandeln, freundlich sein und Armen helfen, darüber herrscht in unserer Gesellschaft ja Konsens; das tun auch die Nicht-Christen. Was aber ist dann christlich? Wohl doch die Liebe als zentrales Gebot, das alle anderen außer Kraft setzen kann. Für seine Liebsten würde man notfalls doch alles tun. Oder?

Predigttext am Sonntag, 20. Oktober 2013, ist Johannes 15, 9-12.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9:30 Uhr in der Matthäuskirche in Heilbronn-Sontheim.

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