Am 14 August ist in den USA der Navajo Code Day.Er erinnert an die Angehörigen des Stammes der Navajo, die im Zweiten Weltkrieg aus ihrer Sprache einen Code entwickelten, den niemand entschlüsseln konnte.Zum einen weil die Sprache einmalig ist und keiner anderen ähnlich. Es gibt sie auch nicht schriftlich – und vor allem gab es außerhalb des Stammes niemanden, der sie sprach, vor allem keine Deutschen und Japaner.In Florida erinnert dieser Gedenkstein an die Code-Talker, wie man sie nannte. Der Film „Windtalkers“ erzählt von ihnen.
Eine Sprache, die andere nicht verstehen können.Vor allem die Bösewichte nicht. Dem König Belsazar aus der Bibel ging es so.Er missbraucht heilige Gefäße aus dem Tempel und sieht daraufhin eine geheime Boshaft and er Wand:„Mene mene tekel u-parsin.“Nur der Prophet Daniel kann den Code entschlüsseln,aber da ist es für den bösen König schon zu spät.
Menetekel nennt man heute eine Warnung, die nicht verstanden wird.Vor allem Leute, die Falsches oder Böses tun, verschließen oft Augen und Ohren. So wie die Deutschen im Zweiten Weltkrieg, die nach der Invasion in der Normandie den Code der Navajo nicht verstanden haben.
Gott leite uns mit seinem Wort immer auf dem richtigen Weg.
Heute ist der Welt-Linkshänder-Tag. Ich gehöre leider nicht zu dieser Gruppe, von der man sagt, dass sie intelligenter als Rechtshänder sind. Immer etwa jeder 8. Erdenbürger ist linkshändig. Bei ihnen ist die rechte Gerhinrhälte dominant. Vielleicht sind sie deshalb auch kreativer.
Früher hat man die Linkshänder damit gequält, sie beim Schreiben auf die rechte Hand umzuschulen. das war ziemlich dumm und manchmal brutal. Dabei haben Linkshänder doch einige Vorteile. Beim Tennis zum Beispiel können Rechtshänder schlechter einschätzen, wohin ein Linkshänder schlagen wird. Und als Theologen können Linkshänder Hebräisch von recht nach links schreiben ohne die Schrift zu verwischen.
Warum der liebe Gott Linkshänder geschaffen hat? Aus dem gleichen Grund, warum es auch Rechtshänder gibt. Weil er alle Menschen mag, egal wie herum sie ticken.
Nehmen wir nicht alles so ernst, sondern freuen uns am heutigen Tag und den Menschen, denen wir begegnen!
Vor 30 Jahren, am 12. August 1990, wurde Sue entdeckt, der größte und am besten erhaltene Dinosaurier. Benannt ist das Fossil nach Sue Hendrickson, der Wissenschaftlerin, die es in den Bergen von South Dakota fand. Vor etwa 67 Millionen Jahren hat das große Tier gelebt. Sein Skelett ist heute in Chicago ausgestellt.
Sue ist über 12 Meter lang und hat 4 Meter lange Beine. So gut 10 Tonnen hat das Tier wohl gewogen. Aufrecht gegangen sind die T-Tex übrigens nicht, sondern Kopf und Schwanz waren dabei immer auf gleicher Höhe. Den Schädel musste man für die Ausstellung übrigens durch eine leichtere Kopie ersetzen. Er ist einfach zu schwer.
Keine Scheu vor großen Tieren also. Vor allem unter Menschen. Auch beim schwersten Schädel kommt es darauf an, was drin ist und vor allem, welches Herz darunter schlägt. Von außen sieht man das nicht. Und hoffentlich ist es nicht das Herz eines blutgierigen Raubtiers.
Mein Gott, 50 Jahre ist das her! Im Sommer 1970 nahmen Emerson, Lake und Palmer ihr erstes Album auf. Es hieß: Emerson, Lake and Palmer. Ich war damals noch etwas jung, aber 5 Jahre später war das meine erste Langspielplatte – gebraucht gekauft für 10 Mark. Danach begleitete mich die Band des Progressive Rock durch die Jugendjahre.
Was mich daran so angesprochen hat? Zunächst, dass es hier keine Unterscheidung mehr zwischen ernster und Unterhaltungsmusik gab. Kunst spricht einen entweder in der Tiefe der eigene Seele an, oder nicht. In jedem Fall jeden anders. Das habe ich damals natürlich noch nicht so ausdrücken können, aber gefühlt. Das spricht mich tief im Innersten an.
In jungen Jahren tat diesfür mich wohl der melancholische Grundsound der Band.Heute weiß ich auch um das Leben der Musiker, die mit Krankheiten und Schicksalsschlägen zu kämpfen hatten.Die Musik und auch manche Texte passen dazu.Sie sagen: Das Leben scheint schwer, aber es schreitet voran.Es wird getragen von deiner Vergangenheitund kann man manchmal auch leicht wie ein schöner Tag sein.
Vor 125 Jahren, am 10. August 1895, fand in London das erste Proms-Konzert statt, die kultige Reihe von Sommerkonzerten. Inzwischen ist das vor allem in der Royal Albert Hall Das Schöne daran: Es gibt keine Kleiderordnung. Wenn man dort einen Herrn im Anzug und eine Dame im Abendkleid sieht, sind das vermutlich Touristen. Und auch typisch englisch: Man nimmt sich gelassen selbst auf die Schippe. Das kennzeichnet ja den wahren Humor: Dass man über sich selbst lachen kann.
Beim letzten Konzert zum Ende des Sommers wird es dann jedes Jahr ziemlich patriotisch. Und englisch-fromm mit „Jerusalem“, einem Gedicht über die Hoffnung, dass England zur Heimat des Christentums wird. Ziemlich dick aufgetragen, aber das muss man britisch-locker nehmen. Das Lied wurde auch schon von Emerson, Lake and Palmer und Monthy Python gesungen.
Diese Hoffnung ist ja in Ordnung: Unser Land soll von Glaube, Liebe und Hoffnung getragen sein. Das wünsche ich mir auch.
Um die Geschichte eines jungen Mann es geht es*. Er ist vielleicht 25 Jahre alt und stammt aus einfachen Verhältnissen. In diesem Alter ist er vielleicht auf der Suche nach sich selbst. Was soll ich werden? fragt er sich. Was will ich aus meinem Leben machen? Und plötzlich trifft ihn wie ein Schlag eine Gewissheit: Prophet will er werden. Nein: soll er werden. Gott hat es ihm gesagt. Er soll den Leuten die Wahrheit sagen. Über alles.
Heute würden bei solch einer Geschichte alle unsere Alarmglocken schellen. Richtige Propheten gibt es nicht mehr. Die Aufgaben haben andere übernommen.
Aber da ist es ähnlich. Bei Journalisten zum Beispiel, den guten Journalisten. Die etwas so darstellen, wie es ist. Nicht um Leuten zu gefallen, sondern um der Wahrheit zu dienen. Dabei auch Dinge benennen, die gerade nicht gerne gehört sind. Dinge sagen, die gerade nicht so in der Zeitung stehen. Journalisten, die tiefer graben, die nicht in rechten oder linken Haltungen mitschwimmen, sondern die immer kritisch nachfragen. Und die der Vernunft mehr trauen als einer Meinung.
So wollen heute zwar viele sein. Querdenker nennt man sie, aber die richtigen Querdenker erkennt man oft daran, dass sie einsam sind und vom Medienrummel wenig halten. Wahre Propheten sind einsam und wenig beliebt.
Der junge Mann in der Bibel hieß Jeremia. Und seine Reaktion erstaunt nicht. Als Gott ihn zum Propheten beruft, ist seine Reaktion sofort: „Mit mir nicht! Ich bin zu jung.“ Sein Auftrag klingt in der Bibel auch ziemlich zerstörerisch. Die Rede ist von ausreißen, einreißen und zerstören – und erst danach auch wieder etwas aufbauen. Jeremia ahnt wohl, was kommt. Er wird einsam und ein Außenseiter. Bedroht und bekämpft. Er fasziniert die Leute und wirkt zugleich abstoßend auf sie. Und das Schlimmste: Er wird selbst zum Eiferer, ein schwieriger Charakter: sensibel und misstrauisch. Keiner, mit dem man befreundet sein will.
Seine Botschaft ist so einfach wie überhörbar: Leute, glaubt an Gott! Und da sieht er wohl wenig Platz für Nachsichtigkeit und Humor. Schade! Mein Fall wäre das nicht.
Aber Nein sagen kann er zu diesem Auftrag nicht. Wenn man tief im Inneren spürt, dass man für etwas da ist, für etwas Verantwortung hat, an etwas glaubt, kann man nicht Nein sagen.
So wenig, wie man Nein sagen kann, wenn man verliebt ist – oder ja sagen kann zu etwas, das man hasst. Aber immerhin hat sich seine Sehnsucht erfüllt. Er weiß nun, wo er hingehört, wofür er lebt. Auch wenn das Leben deshalb nicht leichter wird.
Wissen Sie, wofür Sie leben? Ich denke, ab einem gewissen Alter weiß man das. Hat entdeckt, was einem im Innersten Halt und Kraft und Erfüllung gibt. Den Partner fürs Leben; den Beruf, mit dem man zufrieden ist; die Kinder, die einem anvertraut sind; vielleicht auch die Erfahrung, dass man Krisen gemeistert hat. Vielleicht ist das dann auch der Punkt, ab dem man erwachsen ist.
Jeremia ist nun erwachsen, weiß, wofür er lebt. Sein Leben wird dadurch nicht leichter, aber es hat Sinn und Ziel. Und das spürt Jeremia und das gibt ihm sicheren Halt und Kraft. Deswegen sind es ja immer Krisenzeiten, wenn wir diesen Halt verlieren, nicht mehr wissen, wo wir hingehören, weil uns etwas aus der Bahn geworfen hat, eine schwere Krankheit oder eine Trennung, eine Leere oder eine seelische Verletzung.
Es ist gut, wenn man weiß, wofür man lebt. Auch wenn es nicht immer leicht ist. Jeremia lebt nun für etwas: für seine Aufgabe, die größer ist, als sein Leben. Er soll andere Menschen retten. Vor dem Untergang an Leib und Seele. Er soll den Menschen Gottes Willen verkünden. Jeremia lebt nicht mehr leicht und oberflächlich. Sein Leben gewinnt an Tiefe. Es gewinnt an Bitterkeit – aber eben auch an Menschlichkeit und Ausdruckskraft.
Das gilt für jeden, auch wenn er nicht sein ganzes Volk retten muss. Das gilt sogar für uns mit unseren kleineren Aufgaben und Berufungen. Ich denke, dass man ziemlich schnell merkt, wenn jemand das tut, wozu er berufen ist. Dann wirkt es irgendwie stimmig, dass jemand Sozialarbeiter wird und nicht Verwaltungsbeamter, dass jemand Ingenieurin ist und nicht Krankenschwester. Wir spüren dass – nicht nur bei uns selbst. Wenn wir sagen: „Er ist der geborene Vater” oder „Sie ist die geborene Chefin”, dann meinen wir genau dies: die Person und ihre Lebensbestimmung stimmen überein.
Um Erfolg geht es dabei nicht. Jeremia hatte keinen Erfolg. Und trotzdem wird es in der erzählt. Es geht hier nämlich um Erfüllung. Das tun, was man soll. Nicht weil andere es sagen, sondern weil man es im Innersten spürt, was man soll. Weil Gott es einem gesagt hat. Und dass das richtig ist. Nicht nur im Beruf. Oder bei den Pflichten, die man hat.
Sagen, was man glaubt und für richtig hält.
Schwache in Schutz nehmen, auch wenn man in der Diskussionsrunde der einzige ist.
Auf Fakten bestehen und Lügen Lügen nennen.
Und nicht nur sagen, sondern auch tun, was man glaubt und für richtig hält.
Und das alles als guten Christen im Geist der Liebe.
Viel verlangt ist das. Sage ich „Nicht mit mir“ wie Jeremia zunächst? Keiner behauptet, dass das immer leicht ist. Jeremia erlebt das Gegenteil. Aber ich glaube, das ist das, was unsere Würde als Menschen ausmacht. Dass unser Leben Tiefe und Reife gewinnt, wenn unser Glaube und unser Tun übereinstimmen, wenn wir andere lieben können, weil wir mit uns selbst im Reinen sind.
Katzen kommen immer gut an. Wenn Sie Likes wollen, stellen sie einfach ein Katzenvideo auf Facebook oder ein Foto in Instagram.
Heute ist der Internationale Tag der Katze. Er soll auch daran erinnern, dass das doch etwas besonderes ist, dass wir Menschen mit bestimmten Tieren zusammenleben, zum Beispiel Katzen, die doch jederzeit gehen könnten.
Eine der Katzen, die ich hatte, war einmal ein paar Jahre weg. Man sah sie gelegentlich in der Nachbarschaft, es ging ihr offenbar gut – und dennoch kam sie höchstens im Winter kurz vorbei, um sich etwas zu Fressen zu holen. Bis sie an ihrem Lebensende plötzlich wieder vor der Türe stand und bis zuletzt blieb und sich von uns umsorgen ließ.
Eigentlich ist es schön, dass wir Menschen so offen sein können für die kleine Raubtiere, die sich uns nicht unterordnen, manchmal nur als Dosenöffner betrachten – aber uns dann and wann mit ihrem Schnurren beruhigen und sanft um unsere Beine streichen.Behüten und bewahren sollen wir die Schöpfung, hat Gott gesagt. Bei Katzen geht das für mich wie von selbst.
Von Gott geliebt, heißt er auf deutsch, Theophilus Van Kannel.Der Amerikaner erhielt am 7. August 1888 das Patent auf die Drehtüre.Dabei pries er vor allem den Schutz vor tödlichen Erkältungskrankheiten an, weil man nun in eine Haus gehen konnte,ohne dass der kalte Wind ins Gebäude blies.
Nicht ganz so gesund ist der Drehtür-Effekt.Der meint, dass man wie bei einer Drehtüre von einem Zustand in den anderen kommtund dann wieder zurück und in den alten Zustand verfällt.
So wie Menschen, die sich in eine Beziehung stürzen, die bald scheitert, und dann gleich wieder eine neue eingehen, oder die alle par Monate die Arbeitsstelle wechseln – wie in einer Drehtüre.
Man muss aufpassen, dass man sein Leben nicht in Drehtüren führt. Eine Drehtüre ist nur sinnvoll, wen man hindurch gehtund den Ausgang nimmt, um ins Freie zu treten und dort Neues zu entdecken –oder um hineinzugehen, und sich dann auch wirklich darauf einzulassen und nicht gleich wieder außerhalb sein Glück suchen zu wollen.
Vor genau 8 Jahren, am 6. August 2012, landete das Mars Labor auf dem Roten Planeten und seit dem fährt der Roboter Curiosity auf dem Mars herum. 22 Kilometer hat er in acht Jahren zurückgelegt. Tolle Aufnahmen und Erkenntnisse haben wir durch ihn. Und er hat 1,2 Millionen Namen dort bei sich. Sie sind auf kleine Microchips gelasert. Mein Name ist vermutlich auch dabei. Ich hab mich damals gemeldet.
Namen sind nicht Schall und Rauch, wie Goethe mal geschrieben hat, sondern unser Name ist ein Symbol für uns selbst. dafür, dass wir eigene Personen sind, jeder ein Individuum und jeder wichtig. Jeder hat seinen eigenen Namen, jeder ist ein eigenes Geschöpf Gottes.
Und Gott hat uns bei unserem Namen gerufen, unsere Namen sind in den Himmel geschrieben.
Und auch auf den kleinen Roboter, der auf dem kleinen Punkt am Himmel herumfährt, den wir Mars nennen. 200 bis 250 Millionen Kilometer von uns entfernt. Weiter weg als der Himmel, denn der ist ja im Reich Gottes schon mitten unter uns.
Bertha Benz war gewiss eine eindrucksvolle Frau. Ohne ihren Mann zu fragen, schnappte sie sich am 5. August 1888 das Automobil, das ihr Mann Carl gebaut hatte, setze ihre zwei Söhne hinein und fuhr von Mannheim aus los. Damit war sie der erste Mensch, der überhaupt eine längere Autofahrt unternahm, 106 Kilometer nach Pforzheim.
Das erste Leichtbenzin kaufte sie in der Stadtapotheke in Wiesloch, die damit zur ersten Tankstelle der Welt wurde. Bei der Fahrt erkannte sie die Notwendigkeit, Bremsbeläge anzubringen, und ein zusätzlicher Gang für die Steigungen ist auch ihr zu verdanken.
„Leider wieder nur ein Mädchen“ hatte ihr Vater bei ihrer Geburt in die Familienbibel geschrieben. Vermutlich war das für sie der Antrieb, sich für Baustellen und Eisenbahnen zu interessieren und ihr Geld in die technischen Erfindungen ihres Mannes zu stecken.
Den Weltruhm hat zwar vor allem ihr Mann eingeheimst, aber inzwischen ist jedem klar, dass es den Mut einer Frau brauchte, um aus der Erfindung eines Ingenieurs ein massentaugliches Produkt zu machen, dem die Menschen vertrauen können.