Vom guten Gefühl, das Richtige zu tun

Wie kann das Leben gelingen? Und woran merkt man das dann? Am Erfolg im Beruf, am Lob der anderen, am Stolz auf das selbst Erreichte? Um Gottes Willen! Dann würde es manchmal aber ziemlich schlecht aussehen. Wer den Sinn seines Lebens daran hängt, dass er – wie auch immer – erfolgreich ist, wird andauernd kämpfen müssen. Und droht dann am Scheitern zu verzweifeln.

Vor Gott zählt der Erfolg nichts. Sinn und ewigen Wert unseres Lebens können wir nicht verdienen, sondern nur akzeptieren, annehmen als Geschenk Gottes. Und deshalb gewinnt die zuweilen als belastend empfundene Formulierung einen befreienden Sinn: Wenn Gott der „Herr“ unseres Leben ist, wenn wir vom Glauben bestimmen lassen, was im Leben wichtig ist und was weniger wichtig, dann macht das wirklich frei, frei vom Urteil anderer und frei von unseren eigenen Schwächen.

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 22. Juli 2012 ist Philipperbrief 2, 1-4.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9.30 Uhr in der Matthäuskirche, Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

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Verstehen, was man wissen muss

Verstehst du, was du liest? In der heutigen Informationsgesellschaft ist das die entscheidende Frage. Informationen prasseln genügend auf uns ein. Unsere Aufgabe ist es, sie zu sortieren, aussuchen und zu bewerten. Nicht alles, was gesagt wird, stimmt. Nicht alles, über das sich Leute empören, ist richtig verstanden. Nicht alles, was verbreitet ist, ist wichtig.

Am kommenden Sonntag wird man diese Frage auch im Gottesdienst hören, in der Geschichte vom Kämmerer aus dem Morgenland, der eifrig in der Bibel liest. Erst durch einen anderen, den Apostel Philippus, versteht er aber, was da steht.

Manchmal brauchen wir das: Leute, die uns etwas erklären; nicht nur den Glauben, sondern auch unser Leben, zum Beispiel, oder unser Auftreten, unsere Beziehungen. Keine Besserwisser, aber Menschen, die uns zu Erkenntnis verhelfen, die ja im besten Fall Selbsterkenntnis ist.

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 15. Juli 2012 ist Apostelgeschichte 8, 26-39.


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Vom guten Gefühl, das Richtige zu tun

Gibt es eigentlich eine Voraussetzung, um sein Leben gute zu leben, im Griff zu haben oder zu verändern? Der Predigttext für den kommenden Sonntag  (1.Mose 12, 1-4) antwortet darauf eigentlich mit Nein! Abraham braucht nur Gottvertrauen, das sichere Gefühl, dass er das Richtige tut, dass Gott mit ihm ist.

Wenn das stimmt, dann können wir sicher sein, dass wir nicht einfach ins kalte Wasser geworfen werden – auch wenn uns manche Situation im Leben so vorkommt -, sondern dass das alles seinen Sinn und seine Verheißung hat. Gott weiß, was er tut.

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 8. Juli 2012 ist 1.Mose (Genesis) 12, 1-4.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9.30 Uhr in der Matthäuskirche, Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

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Selbstkritik ist der Anfang von Allem

Was soll man nicht alles tun oder alles nicht tun: Müll trennen, bewusst essen, fleißig lernen, Gutes tun,…. Ermahnungen gibt es zu genüge und am liebsten sind sie uns, wenn wir sie anderen vorhalten können. Ermahnung die uns selbst betreffen, ärgern uns dagegen, wir fühlen uns missverstanden und überhaupt….

Damit Ermahnungen akzeptabel sind, muss der, der sie auspricht, zu allererst glaubwürdig sein. Und das heißt hier: fähig zur Selbstkritik. Die aber geht vielen genauso ab wie der Humor, der ja die lustige Seite der Selbstkritik ist und dort Größe zeigt, wo man über sich selbst und seine Fehler lachen kann.

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 1. Juli 2012 ist 1.Petrusbrief 3, 8-15a.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9.30 Uhr in der Matthäuskirche, Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

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Die im Dunkeln liebt Gott doch

Ob im Bewerbungsgespräch, bei Prüfungen oder wenn unter Menschen sind: Wir stellen uns natürlich gerne selbst in ein gutes Licht. Wer wollte uns das verdenken. Aber tief im Inneren wissen wir hoffentlich genau, dass wir auch unsere dunklen Seiten haben, dass unser Leben seine dunklen Seiten hat. Versuche, das zu verheimlichen, scheitern. Das wird spätestens bei den Promis deutlich, wenn sie von den Medien gejagt werden….

Im Dunkeln stehen wir trotzdem nicht, sondern unser Leben ist erhellt, gilt etwas, weil wir trotz allem Gottes geliebte Geschöpfe sind.

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 24. Juni 2012 ist 1.Johannesbrief 1,5 – 2,6.

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Vom guten Gefühl, das Richtige zu tun

Dass wir Menschen liebevoll mit einander umgehen sollen, ist eine ebenso banale wie häufig missachtete Forderung. Ganz besonders gilt sie aber auch für die Kommunikation, für das Gespräch miteinander. Deshalb hat der Apostel Paulus auch etwas gegen marktschreierische Fanatiker und überhebliche Fundamentalisten. Wahrer Glaube zeigt sich in der Liebe, und deshalb soll er auch liebevoll verkündigt werden. „Prophetische Rede“ nennt Paulus das, wenn wir den anderen als von Gott geliebtes Geschöpf sehen. –

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 17. Juni 2012 ist 1. Korinther 14, 1-3 und 20-25.

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Abseits des Mainstream

Es sind immer die anderen, wenn man versucht, heute die „falschen Propheten“ zu entlarven, von denen der Preigttext für den kommenden Sonntag spricht. Erkennbar sind sie ja daran, dass sie gefällige, glatte Wege empfehlen, sprich: uns im Mainstream mitschwimmen lassen wollen. Und das – seien wir ehrlich – sind für uns immer die, die eine andere Meinung als wir haben. Wir halten uns ja für freie Denker.

Aber so große Revoluzzer sind wir gar nicht. Meist rennen wir dem nach, was Gruppen aller Art uns in den Medien, die uns gefallen, vorgeben. Das bestätigt ja schließlich unsere Meinung.

Folglich müssen wir die Wahrheit anderswo suchen. Vielleicht da, wo sie unserer Meinung widerspricht? Der Heilige Geist kann uns ja auch mal ins Gesicht wehen.

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 10. Juni 2012 ist Jeremia 23, 16-29.

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Was tun, wenn einen der Blues packt?

Ich bin gesegnet! Die meisten von uns müssen sich nicht groß umschauen, um dem zuzustimmen: materiell gesichert, ärztlich bestens versorgt, in einem Land lebend, das uns Recht und Freiheit sichert. Für den Reformator Calvin zeigte sich dahinter der Segen Gottes.

Was aber, wenn uns der Blues packt? Wenn Häßliches und Böses uns angeht? Wenn Menschen unter Dummheit und Gewalt leiden, verraten und betrogen werden? Dann muss man sich ganz banal daran erinnern lassen, das Gott mit uns ist seit dem Tag unseres Entstehens.

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 3. Juni 2012 ist Epheserbrief (1, 3-14).

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Heiliger Geist an Mensch: Du bist wertvoll!

Wo wir Liebe spüren in unserem Leben, wo wir merken, dass unser Leben erfüllt ist, da wirkt der Heilige Geist. Eigenlich gar nicht so schwer, der Inhalt des Pfingstfestes.

Am Pfingstmontag wird es dann persönlicher: Die Frage „Was bin ich wert?“ treibt Jugendliche ebenso um wie Alte. Ich glaube: Entscheidend ist nicht, was jemand kann, sondern wie er etwas daraus macht.

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9.30 Uhr in der Matthäuskirche, Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

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Wenn das Leben uns küsst

Wann begegnen wir Gott, genauer gesagt, wann spüren wir, dass wir Gott begegnen? Vielleicht dann, wenn das Leben uns küsst, wenn wir unsere Freiheit genießen können, wenn die Liebe uns als Brücke zum anderen dient, wenn uns unsere Erfahrungen über die sichtbare Welt hinaus an die Ewigkeit weisen.

Im Predigttext für kommenden Sonntag ist vom Bund Gottes mit uns Menschen die Rede. Auch wenn wir Brief und Siegel dieses Bundes nicht in der Hand festhalten können, so gilt dieser doch. Wir spüren ihn täglich, wenn wir leben und lieben.

Für Interessierte: Predigttext am Sonntag, 20. Mai ist Jeremia 31, 31-34

Pfarrer Treiber predigt jeden Sonntag um 9.30 Uhr in der Matthäuskirche, Heilbronn-Sontheim, Lauffener Straße 1

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